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Neuer Baustein des Dormagener Modells: "Willkommen in der Schule"

21.08.2008 / 17:24 Uhr — duz

Pressefotos Dormagen. Die nächste Stufe des "Dormagener Modells" wurde direkt nach den Sommerferien gezündet. Die Beteiligten hoffen, dass auch dieser Weg erfolgreich sein wird. Besuchen bislang Sozialarbeiter Familien nach der Geburt, so sind es jetzt Lehrer(innen), die bei Eltern der Schulneulinge auf freiwilliger Basis vorbeischauen. Für die Pädagogen ist das im Prinzip nichts Neues, aber bislang "fanden die Besuche meist dann statt, wenn es zu spät war", betont Adelheid Rothenburg, Schulleiterin der Horremer Christoph-Rensing-Schule. "Und wenn jemand von der Schule kam, das hatte ja auch meist etwas Anrüchiges. Ich freue mich, dass dies in Dormagen nun zur Normalität wird."

Eine Aussage, die Kollegin Gabriele Fritz von der Förderschule Am Chorbusch nur bestätigen kann: "Wir fühlen uns stark unterstützt von der Stadt und sind froh, dass wir etwas mitbringen können." "So kommt man leichter ins Gespräch", konnte Geesche Naumann bei ersten rund einstündigen Besuchen bereits Erfahrung sammeln. In der Geschenktasche befinden sich nützliche Informationen und kleine Willkommensgeschenke – wie etwa ein nett gestalteter Stundenplan und eine von der evd gesponserte Butterbrotdose. Die Schulverwaltung hat eigens eine neue Info-Broschüre ("Willkommen in der Schule") vorbereitet. Sie enthält Hinweise rund um die Einschulung, den sicheren Schulweg, das gesunde Pausenbrot und sämtliche Fördermöglichkeiten von der Nachhilfe über den schulpsychologischen Dienst bis zum muttersprachlichen Unterricht. Auch das Angebot der Ganztagsschulen und wirtschaftlichen Unterstützungen für die Eltern wie Fahrtkosten- und Lernmittelbefreiung werden ausführlich vorgestellt.

"Das gesamte Dormagener Modell lebt, weil wir es im Dialogverfahren entwickelt haben", betont Bürgermeister Heinz Hilgers. "Wir fangen erst dann an einer Schule an, wenn wir die Lehrer überzeugt haben." An den beiden Pilotschulen haben "die Lehrer schon bei den Vorbereitungen begeistert mitgezogen", berichtet Schulverwaltungsleiterin Ellen Schönen-Hütten. Rund 60 Besuche werden von den Pädagogen bis zu den Herbstferien zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit wahrgenommen. Wenn sich das neue Modell bewährt, will die Stadt es im kommenden Jahr auch weiteren Schulen anbieten. Hilgers: "Diese Form der Prävention ist auf Dauer kein Mehraufwand sondern führt zu einer entspannteren Arbeit."

Das Bild zeigt Lehrerinnen und Vertreter der Stadt nach der Vorstellung des neuen Bausteins des Dormagener Modells, von links: Marta Bendig, Adelheid Rothenburg, Christina Krüger, Heinz Hilgers, Geesche Naumann, Ellen Schönen-Hütten und Gabriele Fritz, Foto: Detlev Zenk
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