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Busbegleiter: Konflikte schon im Vorfeld entschärfen

18.07.2008 / 14:40 Uhr — Pressemitteilung SVGD

Pressefotos Dormagen. Im August, nach den Sommerferien, beginnt eine weitere Runde zur Ausbildung neuer Busbegleiter an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule. Inhalt dieser professionell durchgeführten Ausbildung durch eine Trainerin der Firma Taxi Hillmann GmbH, die selbst auch täglich Schulbusse fährt, und einen Vertreter der Polizei Dormagen, ist das Achtgeben auf jüngere Schüler, mögliche Konflikte frühzeitig erkennen und ansprechen, Konfliktsituationen entschärfen, Beschädigungen an Bussen und Haltestellen vermeiden und insgesamt als Ansprechpartner für mitfahrende Schüler zur Verfügung stehen.

Die Schulbusbegleiter/innen erhalten spezielle Ausweise, die sie - auch gegenüber Außenstehenden - als solche ausweisen. Das Engagement der Schülerinnen und Schüler der achten Klassen wird belohnt mit einer Urkunde, mit der sie zum Beispiel bei Bewerbungen ihr soziales Engagement während der Schulzeit dokumentieren können.

"Im letzten Schuljahr haben wir fast 50 Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, des Leibniz-Gymnasiums und der Realschule in Hackenbroich ausgebildet", bestätigt der Geschäftsführer von Taxi-Hillmann, Kai-Uwe Harth. Ergänzend stellt der Geschäftsführer der StadtBus Dormagen GmbH, Ulrich Pfister, fest: "Durch die deeskalierende Wirkung der Schulbusbegleiterinnen und –begleiter konnten kritische Situationen häufig schon im Vorfeld entschärft werden." Insgesamt sei das Schulbusfahren für alle Seiten, Fahrer und Schüler, entspannter geworden und die Vandalismusschäden seien hier deutlich zurück gegangen.

Initiert wurde das Projekt vor einigen Jahren von der BVR Busverkehr Rheinland GmbH, die in Dormagen den Busbetrieb im Auftrag der StadtBus-Gesellschaft durchführt. Uwe Schröder, Abteilungsleiter beim BVR: "Bei der Vorbereitung der erforderlichen Maßnahmen konnten wir auf Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen zurückgreifen und so die Trainerin Manuela Schäfer professionell ausbilden lassen." Ein Profi im Umgang mit Jugendlichen ist auch Rudi Mehl, verantwortlicher Polizist für die nordwestlichen Stadtteile Dormagens, der das Trainerteam komplettiert.

Erfreulich sei insbesondere die Unterstützung der Schulen bei diesem Projekt, sind sich die Akteure einig. So müssen geeignete Schülerinnen und Schüler ausgesucht und entsprechende Trainingszeiten und -räume parallel zum Unterricht zur Verfügung gestellt werden. Außerdem begleiten Vertrauenslehrer die Ausbildung der angehenden Busbegleiter. Insgesamt 460 Schülerinnen und Schüler mehrerer Grundschulen und der 5. Klassen der Realschule Hackenbroich sowie des Leibniz-Gymnasiums kamen im abgelaufenen Schuljahr in den Genuss der Busschule. Von den Kooperationspartnern Polizei, Taxi-Hillmann, StadtBus und den Schulen waren wiederum Manuela Schäfer und Rudi Mehl aktiv mit dem Schulungsprogramm beschäftigt.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten insbesondere Einblick in die besondere Fahrdynamik von Bussen. So wurden Gefahrensituationen beim Anfahren der Haltestellen simuliert, aber auch das Verhalten im Bus. Beeindruckend wird unter Zuhilfenahme einer Tonne (Foto) dargestellt, was passieren kann, wenn Schüler sich im Schwenkbereich oder im toten Winkel außerhalb des Busses aufhalten und sich im Bus keinen festen Halt verschaffen. Weiterhin wurde geübt, wie man sich beim Ein- und Aussteigen verhält - unter Beachtung des übrigen Verkehrs, etwa bei Radwegen an Haltestellen und beim Queren von Strassen. Foto: Detlev Zenk
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