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Zupfen, Flöten, Tuten oder in die Tasten greifen - "Jedoki": Musikinstrument für jedes Kind
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Dormagen. Kinder brauchen Musik - und zwar nicht nur aus dem MP3-Player. Selber ein Instrument zu spielen, fördert Motorik und Konzentrationsfähigkeit. „Es ist auch durch das gemeinsame Musizieren mit anderen ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit“, sagt Musikschulleiterin Bärbel Hölzing. Die Stadt Dormagen will deshalb künftig jedem Kind die Chance geben, ein Instrument zu erlernen. Erster Baustein: Nach den Sommerferien erhalten alle Erstklässler der Regenbogenschule in Rheinfeld einmal wöchentlich eine Unterrichtsstunde auch durch Lehrkräfte der städtischen Musikschule. In Gruppen zu jeweils 12 bis 13 Kindern werden sie an Geigen, Gitarren, Trompeten, Blockflöten oder Keyboards herangeführt. Das Angebot ist für die Eltern unentgeltlich. Es findet im Rahmen des normalen Schulunterrichts statt.
„Rheinfeld ist für uns ein Pilotprojekt“, macht der für Kultur verantwortliche städtische Beigeordnete Ulrich Cyprian deutlich. Die Musikschule will dort Erfahrungen sammeln für ihre neue Initiative „JeDoKi“. Das Kürzel steht für „Jedem Dormagener Kind ein Instrument“ – ein Projekt, das auf erfolgreichen Ansätzen im Ruhrgebiet basiert. Dort unterstützt das Land finanziell die Initiative, speziell mit Blick auf die Essen als Europas Kulturhauptstadt 2010. „Wir wollen aber nicht warten, bis das Projekt 2010 möglicherweise auf ganz NRW ausgedehnt wird, sondern jetzt schon die musikalische Bildung unserer Kinder verbessern“, so Cyprian.
Und das erwartet die Erstklässer in Rheinfeld: Mit Hilfe von Orffschen Instrumenten wie Handtrommeln, Klanghölzern oder Triangeln machen sie sich zunächst spielerisch mit den musikalischen Grundbegriffe vertraut. Anschließend studieren sie erste Stücke und Lieder ein. In einem Instrumentenkarussell können sie dabei entdecken, ob sie lieber zupfen, flöten, tuten oder in die Tasten greifen. „In jeder Stunde sollen die Kinder musizieren“, erläutert Bärbel Hölzing. Für die Eltern wird es zum Abschluss eine große Präsentation geben.
Zusätzlich organisiert die Musikschule für das zweite bis vierte Schuljahr an der Regenbogenschule einen kostengünstigen Instrumentalunterricht. Er findet in Kleingruppen für drei bis sieben Kinder in den Schulräumen statt. Ab der fünften Klasse kann der Unterricht dann in der Musikschule fortgeführt werden.
„Das Angebot bedeutet für uns eine optimale Ergänzung des normalen Musikunterrichts“, sagt Grundschulleiterin Sylva Zerr. Neben der sportlichen Förderung, die an der Regenbogenschule sehr stark mit dem TSV Bayer Dormagen als Träger der Ganztagsschule ausgeprägt ist, baut die Schule damit einen zweiten Schwerpunkt auf. Das Pilotprojekt wird mit Hilfe des Fördervereins der städtischen Musikschule und Sponsoren ohne größeren finanziellen Aufwand für den Kultur- und Sportbetrieb verwirklicht. Das Personal der Musikschule wird aus den insgesamt für Betreuungsarbeit durch das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten Mitteln unterstützt. „Wenn sich das Projekt bewährt, müssen wir für die kommenden Jahre darüber nachdenken, wie weitere Gelder etwa auch zur Anschaffung von Instrumenten bereitzustellen sind“, so Cyprian. Jetzt aber kommt es erst einmal auf die i-Dötzchen an, deren Kreativität durch JeDoKi befördert werden soll. Fragen zu dem Projekt beantwortet die Musikschule, Tel.: 02133/257-267.
Das Foto zeigt ein sicher auch musikalisch interessantes Ensemble, von links: Ulrich Millen (Betriebsleiter Kultur und Sport), Ellen Schönen-Hütten (Schulamtsleiterin), Ulrich Cyprian, Sylva Zerr und Musikschulleiterin Bärbel Hölzing, Foto: Detlev Zenk
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02.06.2008 / 14:30 Uhr — Presseinfo / duz
„Rheinfeld ist für uns ein Pilotprojekt“, macht der für Kultur verantwortliche städtische Beigeordnete Ulrich Cyprian deutlich. Die Musikschule will dort Erfahrungen sammeln für ihre neue Initiative „JeDoKi“. Das Kürzel steht für „Jedem Dormagener Kind ein Instrument“ – ein Projekt, das auf erfolgreichen Ansätzen im Ruhrgebiet basiert. Dort unterstützt das Land finanziell die Initiative, speziell mit Blick auf die Essen als Europas Kulturhauptstadt 2010. „Wir wollen aber nicht warten, bis das Projekt 2010 möglicherweise auf ganz NRW ausgedehnt wird, sondern jetzt schon die musikalische Bildung unserer Kinder verbessern“, so Cyprian.
Und das erwartet die Erstklässer in Rheinfeld: Mit Hilfe von Orffschen Instrumenten wie Handtrommeln, Klanghölzern oder Triangeln machen sie sich zunächst spielerisch mit den musikalischen Grundbegriffe vertraut. Anschließend studieren sie erste Stücke und Lieder ein. In einem Instrumentenkarussell können sie dabei entdecken, ob sie lieber zupfen, flöten, tuten oder in die Tasten greifen. „In jeder Stunde sollen die Kinder musizieren“, erläutert Bärbel Hölzing. Für die Eltern wird es zum Abschluss eine große Präsentation geben.
Zusätzlich organisiert die Musikschule für das zweite bis vierte Schuljahr an der Regenbogenschule einen kostengünstigen Instrumentalunterricht. Er findet in Kleingruppen für drei bis sieben Kinder in den Schulräumen statt. Ab der fünften Klasse kann der Unterricht dann in der Musikschule fortgeführt werden.
„Das Angebot bedeutet für uns eine optimale Ergänzung des normalen Musikunterrichts“, sagt Grundschulleiterin Sylva Zerr. Neben der sportlichen Förderung, die an der Regenbogenschule sehr stark mit dem TSV Bayer Dormagen als Träger der Ganztagsschule ausgeprägt ist, baut die Schule damit einen zweiten Schwerpunkt auf. Das Pilotprojekt wird mit Hilfe des Fördervereins der städtischen Musikschule und Sponsoren ohne größeren finanziellen Aufwand für den Kultur- und Sportbetrieb verwirklicht. Das Personal der Musikschule wird aus den insgesamt für Betreuungsarbeit durch das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten Mitteln unterstützt. „Wenn sich das Projekt bewährt, müssen wir für die kommenden Jahre darüber nachdenken, wie weitere Gelder etwa auch zur Anschaffung von Instrumenten bereitzustellen sind“, so Cyprian. Jetzt aber kommt es erst einmal auf die i-Dötzchen an, deren Kreativität durch JeDoKi befördert werden soll. Fragen zu dem Projekt beantwortet die Musikschule, Tel.: 02133/257-267.
Das Foto zeigt ein sicher auch musikalisch interessantes Ensemble, von links: Ulrich Millen (Betriebsleiter Kultur und Sport), Ellen Schönen-Hütten (Schulamtsleiterin), Ulrich Cyprian, Sylva Zerr und Musikschulleiterin Bärbel Hölzing, Foto: Detlev Zenk