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Spielfreudiges Ensemble begeistert mit fantastischer Geschichte

01.05.2024 / 12:20 Uhr — Info Dormago / duz

Pressefotos
Foto: Leibniz „Jetzt schlägt`s dreizehn“ präsentierten 16 Mädchen und Jungen im Leibniz
„Jetzt schlägt`s dreizehn“ präsentierten 16 Mädchen und Jungen im Leibniz
Dormagen. Nach neun Monaten Probenzeit brachten 16 Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 des Leibniz-Gymnasiums ihr Stück „Hannas Zeit“ auf die Bühne des Pädagogischen Zentrums der Schule. 75 Minuten lang begeisterte das spielfreudige Ensemble unter der Leitung von Lehrer und Theaterpädagogen Felix Aktas. Präsentiert wurde die fantastische Geschichte frei nach dem Roman „Jetzt schlägt`s dreizehn“ von Per Nilsson: Hanna (wunderbar verkörpert von Tjalda Brune und Juna Klingbeil) bekommt eine magische Uhr geschenkt, die erst eine, dann drei, dann fünf und mehr Stunden nachgeht. In einem im Stundentakt durchstrukturierten Alltag einer Schülerin sorgt das natürlich für Verwirrung und Chaos. Hanna kommt zu spät zur Schule, verpasst ihre Lieblingssendungen im Fernsehen und ihr Schlafrhythmus gerät ganz durcheinander. Aber sie weiß ihre neue Zeit zu nutzen, indem sie plötzlich nachts Abenteuer erlebt und ungewöhnliche Menschen trifft...

Das Publikum erlebt eine unterhaltsame Zeitumstellung, die gleichermaßen die Frage aufwirft, ob wir in unserem durchgetakteten Alltag nicht längst den Blick für das Wesentliche verloren haben und nur wie Uhrwerke funktionieren. Regisseur Aktas und sein Ensemble reflektieren in zahlreichen Improvisationen tänzerisch, gestisch und mit Aphorismen den Wert von Zeit und halten dem Publikum durchaus den Spiegel vor. Hierzu passt wunderbar auch die Musikauswahl von mehrheitlich Klassik, die ebenso mit den Tempi spielt.

Die Inszenierung überzeugt besonders durch die liebevolle Figurengestaltung. Besonders komisch geraten Hannas handwerklich unbegabter Vater (Max Habermann) und ihre TikTok-tanzende Mutter (Giada Zito), die uns augenzwinkernd die Indifferenz und Lebensuntüchtigkeit von manchen Erwachsenen vor Augen führen. Das eher schlichte Bühnenbild wird mittels Nebelmaschine und gelungenen Lichtstimmungen deutlich aufgewertet, wobei aber weniger die Effekte als das temporeiche Spiel der Akteure das Publikum begeistern. Um beim Leitmotiv des Stücks zu bleiben: Man sollte sich viel öfter Zeit nehmen für Kindertheater vom Feinsten.
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