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Aktuelle Fälle: Polizei warnt vor Internet-Betrügern

18.07.2006 / 17:50 Uhr —

Rhein-Kreis Neuss/Dormagen. Kaum eine Handelssparte kann derzeit mit solchen Wachstumszahlen glänzen wie der Online-Handel. Der Verkauf von Waren über das Internet nimmt stetig zu. Längst haben auch Kriminelle diesen Handel, den so genannten E-Commerce, für ihre Machenschaften entdeckt. Seit Dienstag, 18. Juli, ermittelt die Polizei Neuss in zwei aktuellen Fällen, in denen bei zwei Neussern über e-mail mit einer Vorbereitungshandlung versucht wurde, zu einem späteren Zeitpunkt sensible Daten vom PC „abzufischen“. In einem Fall hat der Anzeigenerstatter die verdächtige Email erst gar nicht geöffnet und sofort gelöscht. Das zweite potentielle Opfer hat die Mail zwar geöffnet, wurde aber durch ein Virenprogramm auf den versteckten Installationsvorgang aufmerksam gemacht. Zum Glück waren in beiden Fällen die Anzeigenerstatter sehr vorsichtig und gingen den Tätern somit nicht an den Haken. Dabei werden die Methoden der Täter immer raffinierter. Kamen früher Mails in Umlauf, die - einfach gestrickt und schlecht formuliert - die Absicht des Absenders auf Anhieb verrieten, so ködern die Täter ihre Opfer heute mit professionell gestalteten Internet-Seiten oder Mails, die selbst von Profis nur schwer als "Fake" zu identifizieren sind. Im aktuellen Fall versenden die Täter Mails mit Rechnungen eines bekannten Online-Internetauktionshauses. In einer beigelegten Datei können die Adressaten die genaue Auflistung ihrer sehr hohen Rechnung einsehen, die in den nächsten Tagen im Lastschriftverfahren von den Bankkonten der Opfer eingezogen werden soll. Im Anhang befindet sich eine Datei, die sich als PDF-Dokument (zu öffnen mit Adobe Acrobat Reader) tarnt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine ausführbare EXE-Datei, die einen Virus auf dem Rechner installiert. Dadurch ist es möglich, unter anderem Kundendaten zu sammeln und sie über das Internet zu versenden. Auffällig an dieser Mail ist, dass der ausgewiesene Abrechnungszeitraum vom 1.–31. Juli 2006 noch nicht abgeschlossen ist und alle Umlaute anders aufgelöst (ä=ae, ß=ss) sind. In Outlook wird als Absenderadresse "endofitem@Name des Internetauktionshauses.de" angegeben. Bei Erhalt einer solchen Mail sollte der User auf keinen Fall den Anhang öffnen, sondern sie sofort vernichten. Ist der Anhang schon geöffnet worden, sollte mit einem aktuellen Virenscanner nach einem Virenbefall gesucht werden. Die Ermittlungen in den beiden angezeigten Fällen dauern noch an. Wer im Einzelfall Zweifel hat, ob er es mit einem Betrüger zu tun hat, wird gebeten sich mit der Polizei in Neuss, Tel.: 02131-3000, in Verbindung zu setzen. Weitere Tipps zum Schutz gegen Betrügereien im Internet finden Interessierte auch auf den Internet-Seiten der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter http://www.polizei.propk.de/vorbeugung/gefahren_im_internet/ .
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