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14-Jähriger schoss auf Kindergärtnerin

07.07.2006 / 15:56 Uhr —

(Rheinfeld) Drei junge Burschen aus Dormagen, zwei 14- und ein 15-Jähriger, sind am Donnerstag, 6. Juli, mit dem Waffengesetz in Konflikt geraten. Gegen einen der beiden 14-Jährigen hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Im Kinderhort an der Walhovener Straße in Rheinfeld hatte eine Kindergärtnerin gegen 16.35 Uhr merkwürdige Geräusche an der Eingangstüre gehört. Als die 46-Jährige daraufhin nachschaute, bemerkte sie, dass die Türe beschossen worden war. Mehrere im Durchmesser sechs Millimeter große Metallkugeln lagen draußen vor der Türe auf dem Boden. Die Kindergärtnerin entdeckte nicht nur die Geschosse. Sie sah auch denjenigen, der die Schüsse offensichtlich abgegeben hatte. Der Bursche stand an einem Fenster in einem Haus und zielte mit einer Pistole auf die Frau. Nachdem sie ihm zugerufen hatte, mit dem Blödsinn aufzuhören, drückte er wieder ab. Die Frau wurde am linken Arm getroffen und dabei glücklicherweise nur leicht verletzt. Ein Polizeibezirksbeamter kümmerte sich um den Fall und traf in der von der Geschädigten beschriebenen Wohnung den 14 Jahre alten Schützen und seinen gleichaltrigen Freund an. Die Waffe war nicht mehr da. Der 15-Jährige, der sich schon aus dem Staub gemacht hatte, hatte sie mitgenommen. Der Jugendliche wurde per Handy zurückbeordert, gehorchte und übergab dem Polizeibeamten seine Gaspistole, die sichergestellt wurde. Der 15–Jährige gab an, einen Freund mit dem Kauf der Waffe beauftragt zu haben, da er sie wegen seines Alters selbst nicht habe kaufen können. Alle drei gaben zu, zuerst mit der Pistole auf Gegenstände im Garten hinter dem Haus geschossen zu haben. Möglicherweise hat der eine 14-Jährige nicht nur auf die Kindergärtnerin, sondern auch noch auf eine Person in einem der Nachbargärten geschossen. Wer das bestätigen kann, vielleicht ebenfalls getroffen wurde, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat Dormagen, Tel.: 02131-3000, zu melden. Die Ermittlungen gegen das Trio und natürlich auch gegen den Freund, der dem 15-Jährigen auf illegalem Wege die Waffe besorgt hat, dauern an.
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