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Betreutes Wohnen: Neue WG ermöglicht ein eigenständigeres Leben

24.09.2020 / 11:58 Uhr — MI - bs

Foto: Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss Fünf der sechs Bewohner*innen der Gruppe mit Roland Struzyna (ganz links) und Margareta Gerstacker (2. von rechts)
Fünf der sechs Bewohner*innen der Gruppe mit Roland Struzyna (ganz links) und Margareta Gerstacker (2. von rechts)
Eines haben die sechs WG-Bewohner*innen der neuen Wohngruppe des Betreuten Wohnens der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss in Dormagen-Horrem gemeinsam: Sie machen einen wichtigen Schritt in ein eigenständigeres, selbstbestimmtes Leben. „Der Auszug aus dem ‚Hotel Mama‘ ist für viele junge Erwachsene – und auch ihren Familien - sehr wichtig, denn sie lösen sich ganz bewusst ein wenig voneinander“, sagt Roland Struzyna, Bereichsleiter Betreutes Wohnen bei der Leben und Wohnen gGmbH. Er kümmert sich seit 25 Jahren um Menschen mit Behinderung, die in Wohngruppen oder auch im Einzelwohnen von seinem Team betreut und begleitet werden.

Damit die neuen Bewohner*innen sich kennenlernten, wurde ein gemeinsamer Grillnachmittag veranstaltet. „An diesem Nachmittag konnten wir schon gut erkennen, dass diese sechs toll zusammenpassen und sich prima ergänzen und verstehen“, sagt Teamleiterin Margareta Gerstacker. Das gemeinsame Zubereiten des Essens, das Tischdecken und der Umgang miteinander seien sehr natürlich und schön gewesen und habe allen Spaß gemacht. „Natürlich müssen wir darauf achten, dass Menschen zusammenleben, die ähnliche Interessen haben, die sich gegenseitig auch unterstützen können, die sich arrangieren und sich tolerieren, wie sie sind“, weiß Struzyna. Er erklärt: „Unsere Aufgabe in der Betreuung besteht dann darin, die Klienten nach ihrem individuellen Bedarf zu unterstützen und zu begleiten. Zum Beispiel bei Einkäufen, bei Haushaltsaufgaben, bei Arztbesuchen oder in der Freizeit.“ Auch das Achten auf die Einhaltung des Arbeitsalltags und der Hygiene seien Teil der Arbeit im Betreuten Wohnen. „Die meisten unserer Klienten arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und sind ab dem Nachmittag zu begleiten“, erläutert Gerstacker. „In der Wohngruppe in Horrem wird es auch einen Nachtbereitschaftsdienst geben“, sagt sie weiter. Ebenso steht in direkter Nähe ein BeWo Büro als Anlaufstelle für die Bewohner*innen der Wohngruppe und für Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Angehörigen zur Verfügung, die dort auch ein Beratungsangebot in Anspruch nehmen können. „Und wir suchen noch Mitarbeiter*innen, die unser BeWo-Team in Dormagen fachlich ergänzen“, sagt Roland Struzyna. Bei Interesse ist er erreichbar unter Tel.: 02181/ 2702 600.

Info: Betreutes Wohnen Dormagen Horrem
  • Umbau eines bestehenden Gebäudes zu Wohnraum für sechs Menschen mit geistiger Behinderung in Kooperation mit der Baugenossenschaft Dormagen eG
  • Selbstverantwortete Wohngemeinschaft, in der die Menschen personenzentriert und nach individuellem Bedarf pädagogisch unterstützt werden
  • BeWo Büro als Stütz- und Treffpunkt für Bewohner*innen der WG, als auch für Menschen mit Behinderung, die in der eigenen Wohnung im Umfeld der Wohngemeinschaft leben
  • Beratungsangebot für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige und Anlaufstelle für Jedermann im Quartier, der Rat und Hilfe sucht
  • Kontakt: Betreutes Wohnen der Leben und Wohnen Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss | Montanusstraße 60 | 41515 Grevenbroich | Tel.: 02181/ 2702 600 | E-Mail | Homepage Lebenshilfe
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