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Zahlreiche Waldbesucher sprachen mit Förster Peters über den Zustand im Mühlenbusch

12.02.2007 / 14:00 Uhr — duz

Nievenheim. Die Bürger sind empört. Der Mühlenbusch ist nicht mehr der alte, zu viele Bäume wurden gefällt, die Wege sind in einem schlechten Zustand, Kettensägen regieren, Jäger schießen ohne vorherige Warnung der Anlieger. Irgend wann ist Schluss und der Ärger will raus. Die Nievenheimerin Anni Schiefer hat den Protest in Worte gefasst und unter anderem mit Beate Brebeck gesprochen. Diese ist die Vorsitzende der Dormagener FDP und hat den zuständigen Förster Theo Peters zum Ortstermin eingeladen. Über 50 Interessierte trafen sich jetzt am Norfbach, gingen durch den Wald und erfuhren Neuigkeiten.

Theo Peters kann in diesem Jahr Jubiläum feiern. Er ist seit 1987 auch für dieses Gebiet zuständig, berichtet von Kontinuität im Mühlenbusch und weist den Vorwurf zurück, es wäre Kahlschlag betrieben worden. Nur alle fünf Jahre würde der Bestand durchforstet, geschlagen werde nur im Winter - bis März/April - die ständigen Waldgänger sehen das anders, haben Fällaktionen auch im Juni beobachtet. Da, so Peters, habe man aber nur Pappeln gerückt.

Bei der Begehung über Neben- und Hauptwege des Mühlenbusches nehmen die Anwesenden aus Nievenheim und Rosellerheide interessante Erkenntnisse aus erster Hand Wichtiges mit nach Hause. So würden sich die in einem Bereich registrierten "Ausdünnungen" in dieser Form nicht wiederholen. Dort habe man den wartenden Buchen Licht gegeben, wird Peters fachmännisch und macht gleichzeitig deutlich, dass in der Abteilung direkt gegenüber in den nächsten Jahren kaum Bäume geschlagen werden, weil diese dort viel jünger seien. Sollte allerdings wieder mal ein Orkan wüten, könne er dafür natürlich nicht garantieren. Auch das geschilderte Wegeproblem relativiert der Förster: „Wenn 80 Prozent der Hauptwege in Ordnung sind, bin ich zufrieden.“

Die Erläuterungen wurden mit Interesse entgegen genommen. Zweifel aber bleiben. So machen Gerüchte die Runde, dass Shell und Exxon Kaufwünsche unter anderem für den Mühlenbusch angemeldet hätten, um der Nachfrage nach Holzpellets gerecht zu werden. Ein Thema, von dem auch Peters gehört hat. Gleichwohl, er geht nicht davon aus, dass es soweit kommt. Ansprechpartner indes seien das zuständige Ministerium und auch das Forstamt Bonn. Das wiederum stehe vor der Auflösung. Angedacht ist offenbar, das bestehende Forstamt mit Eitorf und Königsforst zusammen zu legen. Als Angestellter kritisiert Peters diese Entwicklung nicht, aber man merkt, dass anstehende Veränderungen auf keine große Gegenliebe stoßen.

Die Menschen, die sich für die Sache eingesetzt haben, begrüßten die Aufklärungsarbeit, auch wenn nicht alle Bedenken ausgeräumt sind. Die Zustände im Naturschutzgebiet sind für sie weiterhin ein Thema. dormago.de bleibt dran.
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