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Verstärkte Alkoholkontrollen - ab Montag achtet Polizei auch besonders auf die Anschnallmoral

09.02.2007 / 14:46 Uhr —

Rhein-Kreis Neuss/Dormagen. Wie in jedem Jahr weist der Leiter der Kreispolizeibehörde Neuss, Landrat Dieter Patt, die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Neuss auf die Gefahren hin, die entstehen, wenn man sich nach einer feuchtfröhlichen Karnevalsfeier an das Lenkrad seines Wagens setzt und aufgrund alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit sich und andere gefährdet.

Trotz dieser eindringlichen Appelle gibt es leider in jedem Jahr unverbesserliche Verkehrsteilnehmer, die betrunken fahren und zum Teil folgenschwere Verkehrsunfälle verursachen. Aus diesem Grund gibt es neben den ständigen Verkehrskontrollen auch in diesem Jahr von Weiberfastnacht bis zum Morgen des Aschermittwochs verstärkte Alkoholkontrollen im Kreisgebiet.

Im vergangenen Jahr wurden in diesem Zeitraum 1723 Fahrzeugführer überprüft. Nach 418 Alkoholtesten mussten acht Autofahrer zur Blutprobe und sich für längere Zeit von ihrem Führerschein verabschieden. Neben diesen Folgen kommen noch erhebliche finanzielle Belastungen durch die in der Regel ausgesprochene Geldstrafe auf die Betroffenen zu. Dies sollte sich jeder vor der unüberlegten Trunkenheitsfahrt überlegen. Wenn man kräftig gefeiert hat und viel Geld für Getränke und Speisen ausgegeben hat, sollte das Geld für eine Taxifahrt auch noch im Budget enthalten sein.

Auch nicht unterschätzen sollte man die Gefahren des Restalkohols. Nach Feierlichkeiten, die bis in die frühen Morgenstunden gedauert haben, hat der Körper nach wenigen Stunden Schlaf den Alkohol im Blut noch nicht vollständig abbauen können. Schon bei 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn Anzeichen von Fahruntüchtigkeit vorliegen oder man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. Der Behördenleiter wünscht allen Närrinnen und Narren schöne und fröhliche Karnevalstage und verbindet die guten Wünsche mit der Bitte, unter Alkoholeinfluss keine Fahrzeuge zu führen.

Ab Montag, 12. Februar, wird es im Rahmen der landesweiten Aktion „NRW mit Gurt“ auch verstärkte Polizeikontrollen bezüglich der richtigen Sicherung in Fahrzeugen geben. Immer wieder müssen die Polizisten feststellen, dass die Anschnallmoral auf den Straßen im Rhein-Kreis Neuss zu wünschen übrig lässt. Zu vielen Menschen ist offensichtlich immer noch nicht bewusst, dass ein Gurt Leben retten kann. Die Beamten werden neben der allgemeinen Gurtpflicht auch die richtige Sicherung von Kindern in Pkw und die Helmtragepflicht bei Motorradfahrern. Bei festgestellten Verstößen drohen Anzeigen und Verwarnungsgelder.
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