Dormagener Wirtschaftsthemen
Meilenstein: Areal am Silbersee kann entwickelt werden
02.06.2026 / 7:38 Uhr — Dormago / duz
Foto: Stadt Dormagen

Dr. Martin Brans, Stadtplaner Christian Hein, Erik Schöddert (RWE), Sven Medzech, Abteilungsleitung Stadtplanung, Anne-Greth Luczak (RWE), Erik Lierenfeld, Robert Ullrich (Amtsleiter) und Gregor Küpper (Dezernent Rhein-Kreis)
Es sah nach einer unendlichen Geschichte aus. Doch jetzt kann der „Schatz am Silbersee“ gehoben werden: Der Rat der Stadt Dormagen hat den Bebauungsplan des Entwicklungsgebiets am Silbersee beschlossen. Nach jahrzehntelangen Planungen, Abstimmungen und immer wieder neuen Anläufen wurde damit „eine tragfähige planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Areals geschaffen“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Vorgesehen sind auf der rund 21 Hektar großen Kernfläche insbesondere verkehrsarme, gewerbliche und industrielle Nutzungen. „Der Beschluss hat eine erhebliche Bedeutung für Dormagen, städtebaulich und wirtschaftlich. Darauf arbeiten wir schon so lange hin und haben jetzt endlich die Unterstützung erhalten, die wir angestrebt haben. Dies ist ein großer Meilenstein für uns.“
Dr. Martin Brans, Stadtplaner Christian Hein, Erik Schöddert (RWE), Sven Medzech, Abteilungsleitung Stadtplanung, Anne-Greth Luczak (RWE), Erik Lierenfeld, Robert Ullrich (Amtsleiter) und Gregor Küpper (Dezernent Rhein-Kreis)
Die frühere industrielle Nutzung des Standorts hat produktionsbedingte Belastungen in Teilbereichen von Boden und Grundwasser hinterlassen. Die notwendigen und vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen erfolgen durch den Grundstückseigentümer RWE Power AG - in enger Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde des Rhein-Kreises Neuss. „Mit dem Beschluss ist die Grundlage dafür geschaffen, das Areal am Silbersee zu einer wirtschaftlich nutzbaren Fläche zu entwickeln. Mit unserer Erfahrung im Flächenmanagement wollen wir gerne dazu beitragen, dass sich hier Unternehmen ansiedeln können, die neue Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Erik Schöddert, Leiter Immobilien, Bau und Projektentwicklung bei RWE Power.
Gespräche führen RWE und die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) gemeinsam mit Interessenten für Neuansiedlungen. Auch SWD-Geschäftsführer Michal Bison ist davon überzeugt: „Das Areal punktet mit einer hohen Standortqualität aufgrund seiner Nähe zu Schiene, Wasserstraße und Straße.“ Bison geht davon aus, dass sich insgesamt vier geeignete Unternehmen auf jeweils rund fünf Hektar niederlassen werden. Die zukünftige Entwicklung sei ein Gewinn für die Umwelt und den Städtebau, sieht Dormagens Technischer Beigordneter Dr. Martin Brans: „Die notwendigen Sanierungsschritte und Projektentwicklungsmaßnahmen sind mit Blick auf Inhalte und Zeitverlauf vertraglich und planungsrechtlich fixiert.“
Zweiter Spatenstich an der Flensburger Straße
Derweil läuft auch die Akquise für das Gewerbegebiet am Dormagener Friedhof (Flensburger Straße) weiter. Bison räumt ein, dass die konjunkturelle Lage „derzeit schwierig ist.“ Gleichwohl gibt es auch hier frohe Kunde: Bald findet dort der erste Spatenstich für die Errichtung eines weiteren Unternehmens statt.
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