Dormagener Wirtschaftsthemen
Immobilienmarkt: Kaufpreise stabilisieren sich, Mieten steigen
11.03.2026 / 13:16 Uhr — Info Laufenberg Immobilien / bs
Foto: Laufenberg Immobilien / Franziska Imhaeuser

Laufenberg-Filialleiter Robert Schremmer erläutert die aktuelle Situation auf dem Dormagener Immobilienmarkt
Der Immobilienmarkt in Dormagen kommt nach einer Phase der Unsicherheit wieder in Bewegung. Das zeigt der aktuelle Marktbericht von Laufenberg Immobilien. Während sich die Kaufpreise zuletzt stabilisiert haben, steigen die Mieten weiter an. Gleichzeitig zeigt sich auch hier immer deutlicher, dass Faktoren wie Energieeffizienz und Zustand einer Immobilie entscheidend für den erzielbaren Preis sind. 
Laufenberg-Filialleiter Robert Schremmer erläutert die aktuelle Situation auf dem Dormagener Immobilienmarkt
Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Kaufpreis für Wohnimmobilien in Dormagen bei rund 3388 Euro pro Quadratmeter und somit 4,3 Prozent über 2024. Nachdem die Preise 2022 mit etwa 3579 Euro pro Quadratmeter ihren bisherigen Höchststand erreicht hatten, folgte durch gestiegene Zinsen zunächst eine Marktanpassung. „Inzwischen hat sich der Markt jedoch wieder deutlich beruhigt“, erklärt Robert Schremmer, Filialleiter Dormagen. „Wir sehen wieder mehr Aktivität und eine stabilere Preisentwicklung.“
Auch bei der Vermarktungsdauer zeigt sich diese Entwicklung. Nachdem Immobilien 2023 durchschnittlich rund 83 Tage am Markt waren, sank die Vermarktungszeit zuletzt wieder auf etwa 57 Tage. Das deutet darauf hin, dass Käufer und Verkäufer wieder schneller zusammenfinden als noch vor zwei Jahren. „2025 haben 18 Prozent mehr Kaufinteressenten ein Suchprofil bei uns angelegt als 2024“, berichtet Robert Schremmer. „Der Zinsschock ist überwunden.“
Auf dem Mietmarkt setzt sich der Aufwärtstrend fort. Die durchschnittliche Angebotsmiete stieg in Dormagen von rund 9,18 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2021 auf etwa 11,23 Euro im Jahr 2025. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum im Einzugsgebiet der Metropolen Köln und Düsseldorf sorgt weiterhin für Druck auf die Mietpreise.
Auch die Bodenrichtwerte zeigen eine stabile Entwicklung. Sie liegen aktuell durchschnittlich bei rund 409 Euro pro Quadratmeter und haben sich in den vergangenen Jahren nur leicht verändert.
Innerhalb der Stadt zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Besonders hohe Preisniveaus finden sich unter anderem in Dormagen-Mitte, Zons und Stürzelberg. Die mit 530 Euro pro Quadratmete teuerste Bodenrichtwertzone findet sich in Nievenheim im Bereich des Neubaugebiets Nievenheim IV. Gefolgt vom Bereich am ehemaligen Sportplatz in Stürzelberg mit 500 Euro.
Niedrigere Preise sind dagegen in stärker ländlich geprägten Ortsteilen wie Gohr oder Broich zu beobachten. In Broich finden sich die mit 250 Euro pro Quadratmeter günstigsten Bodenrichtwertzonen. Die Unterschiede verdeutlichen, wie stark die Mikrolage den Immobilienwert beeinflusst.
Auffällig ist zudem eine zunehmende Differenzierung des Marktes. Modernisierte oder energetisch effiziente Immobilien bleiben besonders gefragt und lassen sich meist stabil vermarkten. Bei älteren Häusern oder sanierungsbedürftigen Objekten kalkulieren Käufer die notwendigen Investitionen hingegen deutlich stärker ein.
„Der Markt in Dormagen hat sich nach der Phase der Unsicherheit wieder stabilisiert“, sagt Robert Schremmer. „Gleichzeitig beobachten wir, dass Käufer deutlich genauer hinschauen und stärker zwischen verschiedenen Objektqualitäten unterscheiden.“
Für die kommenden Monate rechnen die Experten von Laufenberg Immobilien mit einer insgesamt ruhigen Entwicklung. „Wir erwarten aktuell keine großen Preissprünge“, so Robert Schremmer. „Wenn sich die Preise weiterentwickeln, dann eher in kleinen Schritten. Entscheidend wird sein, wie sich Themen wie Energiepolitik, Finanzierungskosten und die Konflikte im Nahen Osten auf die Kaufentscheidungen auswirken.“
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