Dormagener Wirtschaftsthemen
Chempark Dormagen wird Testfeld für Stromflexibilität
09.03.2026 / 10:54 Uhr — Dormago - bs
Die Bundesnetzagentur hat ein Pilotprojekt gestartet, um die Netzentgelte für Industrieunternehmen weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Unternehmen stärker dazu zu motivieren, ihren Stromverbrauch flexibel an die Situation im Stromnetz anzupassen. Beteiligt ist unter anderem der Chemieparkbetreiber Currenta. Am Standort Dormagen soll getestet werden, wie industrielle Anlagen unter realen Bedingungen zur Stabilisierung des Stromsystems beitragen können.Hintergrund ist der wachsende Anteil erneuerbarer Energien. Da Wind- und Solarstrom stark schwanken, wird es wichtiger, Stromerzeugung und -verbrauch flexibel aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig sind Netzentgelte ein bedeutender Kostenfaktor für Industrieunternehmen. Eine neue Regelung müsse daher zwei Ziele verbinden: die Stabilität des Stromsystems sichern und zugleich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Industrie schaffen, sagt Matthias Gasten, Leiter Energy Trading & Dispatching bei Currenta.
Im Rahmen des Pilotprojekts will Currenta am Chempark-Standort Dormagen flexibel auf Strompreissignale reagieren. Bereits heute nutzt das Unternehmen Technologien, mit denen Strom bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in Prozesswärme umgewandelt wird. Preissignale aus dem Markt werden über das zentrale Dispatching (1) in konkrete Betriebsweisen der Anlagen übersetzt.
„Die Erprobung soll zeigen, wie Industrie zur Stabilität des Stromsystems beitragen kann – und wo die Grenzen liegen“, sagt Hans Gennen, Mitglied der Currenta-Geschäftsführung. Das Pilotprojekt läuft bis Ende 2026. Die Ergebnisse sollen in die weitere Ausgestaltung der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur einfließen.
(1)Hintergrundinfo:
Das Dispatching überwacht ständig den Energiemarkt und die eigenen Anlagen. Wenn zum Beispiel viel günstiger Wind- oder Solarstrom verfügbar ist, kann entschieden werden, bestimmte Anlagen stärker zu betreiben oder Strom in Prozesswärme umzuwandeln. Wenn Strom knapp oder teuer ist, werden Anlagen entsprechend reduziert.
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