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Parkinson: Schwanken zwischen Hoffnung und Sorge
27.09.2026 / 12:11 Uhr — Dormago / duz
Foto: privat

Dieter Bohn hat eine Sammlung persönlicher Texte zum Thema Parkinson zu einem Buch zusammengefasst
Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der RWTH Aachen arbeitete Dieter Bohn bis Juli 2024 als Technischer Redakteur. Zudem machte er mit diversen Kurzgeschichten auf sich aufmerksam. Mittlerweile sind rund 40 Storys in verschiedenen Anthologien sowie zwei eigene Storysammlungen erschienen. Und der Nievenheimer hat bis jetzt sechs Folgen um das Raumschiff Stellaris zum Perry-Rhodan-Universum beigesteuert. Jetzt ist ein sehr persönliches Buch von ihm erschienen: Die Diagnose Parkinson traf den 1963 in Trier geborenen Dieter Bohn kurz vor dem Ruhestand.
Dieter Bohn hat eine Sammlung persönlicher Texte zum Thema Parkinson zu einem Buch zusammengefasst
Vier bis fünf Jahre sind es her, seit in ihm der Verdacht aufkam, dass da „was mit mir nicht stimmt.“ Ein, zwei Jahre vor der Diagnose hatte er das „merkwürdige Gefühl, als hätte ich beim Karate-Training eine steife Lederjacke an, die meine Bewegungen hemmt.“ Vor zwei Jahren erhielt Bohn dann die definitive Diagnose. Er hatte viele Fragen. Fragen, auf die sein Umfeld keine befriedigenden Antworten wusste. Also fing er an, selbst zu recherchieren und seine Gedanken, Erkenntnisse und Erlebnisse zu notieren. Entstanden ist das Buch „(M)ein Leben mit Parkinson - ein Erfahrungsbericht“ mit dem Untertitel „Am Anfang war die Lederjacke“. Bohn weiß, dass „das Absterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn (noch) nicht rückgängig gemacht werden kann.“ Gleichzeitig stellt er sich oft die Fragen nach dem „noch“ oder „wo wird das enden“ und schwankt dabei zwischen Hoffnung und Sorge: „Meine Hoffnung ist, dass es in nicht allzu ferner Zukunft eine Heilung geben wird oder man wenigstens die Symptome aufhalten kann.“
Dieter Bohn steht erst am Anfang seines persönlichen Weges mit der Krankheit. Wohin er ihn führen wird, kann niemand mit Bestimmtheit sagen. Fest steht für den Karatekämpfer, dass er sich mit dem Braungurt begnügen muss, weil er den Schwarzgurt nicht mehr erreichen kann. Und dass ein Angebot „Tanzen für Menschen mit Parkinson“ zwar Spaß macht, aber kein echter Ersatz für den leidenschaftlichen Tänzer ist. Die Erfahrung als technischer Redakteur, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, nutzt er nun, um seine Perspektive an andere Betroffene weiterzugeben und sie an seinen Ängsten und Sorgen teilhaben zu lassen. Beim ersten Erfahrungsbericht soll es denn auch nicht bleiben: „Ich werde bestimmt nicht aufhören, meine Erlebnisse und Erkenntnisse niederzuschreiben.“
Der Autor macht deutlich, dass es sich nicht um einen medizinischen Ratgeber handelt. Ursprünglich als Blogeinträge gedacht, ist daraus eine Sammlung persönlicher Texte entstanden, in denen sich viele Parkinson-Patienten mit ihren eigenen Fragen und Sorgen wiederfinden werden. Da dieses Buch aus dem Wunsch heraus entstanden ist, andere an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen, kann das komplette Buch HIER kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen und darf frei weitergegeben werden. Dieter Bohn: „Wenn nur einer von denen, die das lesen, sagt ´Das hat mir Angst genommen`, dann ist das Dank und Lohn genug.“
Das Buch kann zudem von der Homepage Parkimotion heruntergeladen werden. Dort gibt es auch zahlreiche Informationen zum Thema Parkinson.
Wer lieber ein Buch in der Hand hält, kann hier eine Paperback-Ausgabe beziehen.
Eine preisgünstige eBook-Version ist ebenfalls erhältlich.

