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Es kommt Bewegung in die Geschichte der Sparkassentreppe
25.09.2026 / 18:00 Uhr — Dormago / duz
War es über einen langen Zeitraum ein Dauerbrenner, so wurde schon länger nicht mehr über die „Sparkassentreppe“ gesprochen. Aktuell kann man von „Unter den Hecken“ zur Kölner Straße über die Treppe gehen, Barrierefreiheit ausgeschlossen. Direkt neben der Treppe, die wahrlich nicht schön anzusehen ist, befindet sich ein immerhin barrierefreier Durchgang, für den die Stadt jährlich 10.200 Euro berappen muss. Nun kommt Bewegung in die Treppengeschichte. Der Eigenbetrieb der Stadt wird sich in seiner Sitzung am 29. September mit drei Alternativvorschlägen auseinandersetzen, die das Problem lösen sollen. Dabei hat Eigenbetriebsleiterin Daniela Winter einen klaren Favoriten: Die Variante B.Der Treppenaufgang wurde im Oktober 2025 in das Konzept zur Umgestaltung der Kölner Straße (ISEK) aufgenommen. Im Rahmen des im Herbst 2025 gestellten Antrags soll der Neubau des Zugangs mit 60 Prozent über Landes- und Bundesmittel gefördert werden. Ein entsprechender Bescheid wird in Kürze erwartet, die Bezirksregierung hat die Treppe in das Programm aufgenommen - allerdings ohne Aufzug, da es im Umfeld ausreichend alternative barrierefreie Zugänge gebe. Das ist eher ein No-Go für Variante C. Und auch Plan A hat wesentliche Mängel: Eine Nutzung durch Rollstuhlfahrer oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen bleibt weiterhin ausgeschlossen.
Spricht also Vieles für Variante B, den Neubau der Treppenanlage mit Plattformlift. Sie sieht den vollständigen Rückbau und Neuerrichtung der Anlage vor. Auf der linken Seite aus Richtung „Unter den Hecken“, wo sich derzeit die Fahrradrampen befinden, ist die Installation des Liftes vorgesehen. Er ist barrierefrei und sei selbsterklärend bedienbar, betont die Stadtverwaltung. Nach Betreten und Schließen der Tür wird die gewünschte Etage über einen Rufknopf gewählt. Die Fahrt startet automatisch bei sicherer Verriegelung. Ein dauerhaft gedrückter Not-Halt-Taster unterbricht die Bewegung nach Bedarf. Zusätzlich würden neue Fahrradrampen beidseitig unterhalb der Handläufe angelegt. Die verbleibende Treppenbreite beträgt circa drei Meter.
Diese Variante stellt aus Sicht der Verwaltung den besten Kompromiss zwischen Barrierearmut, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit dar. Bei einer Förderung von 60 Prozent müsse man von Kosten für die Stadt in Höhe von knapp über 400.000 Euro ausgehen. Die jährlichen Instandhaltungskosten (Wartung, Vandalismus und mehr) werden auf 3500 Euro geschätzt. Der bis 2030 unterschriebene Vertrag für den Durchgang nebenan könnte enden.
Nach Vorlage des positiven Bescheids soll die Maßnahme baldmöglich begonnen werden. Die bauliche Umsetzung ist derzeit für Ende 2027, Anfang 2028 vorgesehen. Darüber hinaus ist ein durchgängiges Beleuchtungskonzept für die gesamte Passage geplant, das den Bereich von der Kölner Straße bis zur Straße „Unter den Hecken“ umfasst. Ergänzend soll ein taktiles Leitsystem installiert werden.


