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Rhein-Kreis will Straßenverkehrsamt in Dormagen schließen
25.09.2026 / 7:16 Uhr — Dormago / duz
Zum Abschluss der öffentlichen Stadtratssitzung gestern Abend überraschte Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld mit einer für Nutzer des Straßenverkehrsamtes wenig erfreulichen Nachricht: Der Rhein-Kreis Neuss hat vor, die Einrichtung im Top West Gewerbepark zu schließen, ebenfalls die „Filiale“ in Meerbusch. Die an den beiden Standorten eingesetzten Beschäftigten sollen laut Kreis an den verbleibenden Dienststellen in Neuss und Grevenbroich weiterbeschäftigt bleiben, um den dortigen Dienstbetrieb zu stärken. Lierenfeld: „Ich mache mich dafür stark, dass auf jeden Fall ein Restangebot in Dormagen bleibt. Dafür hätten wir Platz im Neuen Rathaus.“Die Vorlage für den Kreistag am 30. September unter dem harmlosen Titel „Dienststellenstruktur Straßenverkehrsamt “ sieht die Aufgabe der beiden Dienststellen vor. Die Einstellung des Dienstbetriebs soll schrittweise unter Berücksichtigung bestehender vertraglicher Bindungen wie Mietverträge erfolgen und „nach Möglichkeit bis zum 31. Dezember 2027 abgeschlossen sein.“
Begründet wird die beabsichtigte Schließung mit den Ergebnissen eines interkommunalen Vergleichs. Demnach sei der Rhein-Kreis Neuss der einzige Kreis in Nordrhein-Westfalen, der vier Dienststellen der Kfz-Zulassung unterhält. Weder die Fläche des Kreisgebiets noch die Einwohnerzahl würden diese Anzahl rechtfertigen. Vergleichbare Kreise kämen mit einer bis höchstens zwei Dienststellen aus. Die Aufgabe der beiden Standorte würde eine Einsparung von rund 128.000 Euro jährlich erbringen.
In der Runde der Hauptverwaltungsbeamten der Kommunen und des Kreises wurde der Vorschlag am 21. Mai vorgestellt, sagt Lierenfeld: „Ich habe das kritisch hinterfragt und die offizielle Einbeziehung der betroffenen Städte gefordert. Diese erfolgte erstmals bei einer Videokonferenz vor wenigen Tagen am 18. September.“ Der Bürgermeister habe deutlich gemacht, dass im Dormagener Rathaus die Aufgaben des Straßenverkehrsamtes übernommen werden könnten. Nicht alles könne online erledigt werden, deshalb will sich Lierenfeld weiterhin dafür einsetzen, ein Restangebot des Straßenverkehrsamtes in Dormagen zu behalten.


