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Frühe Rote Karte kann den TSV nicht schocken: Derbysieg

19.09.2026 / 20:37 Uhr — Dormago / duz

Foto: Heinz Zaunbrecher Die Freude war groß nach dem Derbysieg gegen TuSEM Essen
Die Freude war groß nach dem Derbysieg gegen TuSEM Essen
Ein verdienter Sieg für den TSV Bayer Dormagen: Am Freitagabend setzte sich das Team von Julian Bauer mit 28:26 (16:12) gegen TuSEM Essen durch, holte die ersten Punkte der Saison 26/27 und überholte Essen in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga.

Eine Überraschung gab es schon vor dem Anpfiff: Patrick Hüter feierte sein Comeback, nachdem er im letzten Jahr sein Karriereende erklärt hatte. Aber in der Not sagte er Dormagens Cheftrainer Julian Bauer zu: Nach der Verletzung
von Frederik Sondermann und jetzt auch Driek Manders war mit Julius Hein nur noch ein Kreisläufer verblieben. „Patrick hat einen wahnsinnig guten Charakter“, lobte Bauer den ehemaligen Kapitän. Dass er nicht aufs Feld musste, hatte auch etwas mit Julius Hein zu tun. Der 19-jährige präsentierte sich vor allem in der Defensive in bärenstarker Verfassung.

Weitere Gründe für die fast ständige Führung: Krischa Leis bestätigte seine Torgefährlichkeit mit sieben Treffern; Felix Böckenholt zeigte sich auch von der Siebenmeterlinie stabil und Christian Simonsen steigerte sich enorm nach zuletzt durchwachsener Leistung. „Immer als Essen näherkam hielt er uns im Spiel“, lobte Bauer den Schlussmann. Der sorgte für den rabenschwarzen Abend von Rechtsaußen Felix Eißing: Alle fünf frei geworfenen Bälle wehrte Simonsen ab.

Das ganze Team blieb cool, als Florian Boehnert bereits nach 192 Sekunden im Anschluss an eine Abwehraktion gegen Alexander Schoss die Rote Karte sah. Es hatte den Anschein, als wären die theatralischen Fähigkeiten des Esseners nicht unschuldig an der Entscheidung der nicht immer überzeugenden Schiedsrichter gewesen. Wichtig war zudem, dass die Mannschaft diesmal mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine gehen konnte und sich nicht kurz vor dem Pausenpfiff Treffer einfing. Essen kam zwar auch nach dem Seitenwechsel noch mal ran, doch der TSV hatte die Mittel, um sich wieder abzusetzen. Spätestens beim 27:22 knapp vier Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. Daran konnte auch die kluge Manndeckung der Gäste nichts mehr ändern.

Nächsten Sonntag spielt der TSV bei Bundesliga-Absteiger SC DHfK Leipzig.

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