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„Wildwasserpark am Straberger See wäre ein Quantensprung“
19.09.2026 / 9:09 Uhr — Info Dormago / duz
Es ist auch so etwas wie ein Wettlauf gegen die Uhr: Ab 2030 verliert die Erft durch den Stopp der Tagebau-Grundwassereinleitung ihre Funktion als Wildwasserkanustrecke für jährlich über 30.000 organisierte Sportler aus Deutschland, Benelux und Frankreich. Dormagen könnte nun zur Rettung des Kanusports werden. Der ehemalige MdB der FDP und aktuelle Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Otto Fricke folgte jetzt zusammen mit Hans Heinrich der Einladung der Dormagener FDP-Fraktion. Am „Strabi“ nahmen die Interessengemeinschaft Wildwasserpark Rheinisches Revier, Verbände, Kanu-Clubs, DLRG und Wasserwacht ebenfalls an der Diskussion teil.Diskutiert wird über den bestenfalls olympiatauglichen Wildwasserpark bereits seit vielen Jahren. Eine Machbarkeitsstudie enthält konkrete Pläne: zwei Kanäle, ein Leistungs- und Freizeitsportzentrum, Platz für bis zu 15.000 Zuschauer bei Großevents. Nach ehemals 60, später 100 soll das Projekt nun rund 150 Millionen Euro kosten. Die FDP meint, es sei jetzt der perfekte Zeitpunkt, für das Projekt zu werben. Die Strukturwandel-Fördertöpfe des Rheinischen Reviers könnten eventuell eine einmalige Chance der Finanzierung sein. Auch Mittel der Zukunftsagentur Rheinisches Revier stehen dem Vernehmen nach in Aussicht. Genau dafür soll Frickes Besuch Rückenwind geben: für die Anerkennung als Bundesstützpunkt und Trainingsstätte für Kanuslalom, für Bundesfördermittel über BMI und DOSB und für die feste Verankerung im Deutschen Kanu-Verband.
Für Dormagen wäre ein Wildwasserpark am Straberger See nach Überzeugung der FDP ein „unglaublicher Wirtschaftsimpuls und Standortfaktor mit spürbarer Wertschöpfung für Handel, Gastronomie und Hotels. Also ein Quantensprung für den Freizeitwert unserer Stadt“, meinen Torsten Günzel und Hans-Georg Döring von der FDP-Fraktion. Und es könnte ein Signal sein: „Dormagen gestaltet den Strukturwandel aktiv mit – statt nur zuzuschauen.“ Denn der Park könnte weit mehr sein als eine Rennstrecke für Profis: ganzjährig Rafting, Vereinsangebote und Gastronomie, ergänzend zu Strandbad und Wake-Beach und zugleich ein spezialisierter Ausbildungskanal für Strömungsretter von DLRG, Wasserwacht und Feuerwehr. Döring: „Das Eisen ist glühend. Jetzt müssen wir es schmieden bevor die Chance vorbeizieht.“


