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Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und Energiekosten senken

04.07.2026 / 15:34 Uhr — Info SPD / Dormago / duz

Foto: Archiv Dormago Ein Blick auf die Dächer Dormagens, die bereits zu großen Teilen mit Photovoltaik ausgestattet sind
Ein Blick auf die Dächer Dormagens, die bereits zu großen Teilen mit Photovoltaik ausgestattet sind
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dormagen möchte erreichen, dass künftig mehr Strom aus städtischen Photovoltaikanlagen direkt für kommunale Gebäude genutzt werden kann. Mit einem Antrag für die Ratssitzung am 9. Juli setzen die Sozialdemokraten sich dafür ein, die Einführung eines kommunalen Bilanzkreismanagements gemeinsam mit der evd zu prüfen. Das beabsichtigt Ziel: Energiekosten senken, den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und gleichzeitig CO₂-Ausstoß reduzieren.

„Immer mehr städtische Gebäude erzeugen eigenen Solarstrom. Deshalb müssen wir die Frage stellen, wie wir diese Energie möglichst effizient für unsere Schulen, Kitas, Sporthallen und Verwaltungsgebäude nutzen können“, erklärt Ruben Gnade, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel sollten wir jede Möglichkeit nutzen, Kosten zu senken und gleichzeitig den Klimaschutz voranzubringen.“
Vorbild für den Antrag ist ein Modell, das bereits erfolgreich in der Stadt Alzey umgesetzt werde. Dort kann Strom aus kommunalen Photovoltaikanlagen bilanziell anderen städtischen Gebäuden zugeordnet und somit weniger Strom extern eingekauft werden. Die SPD möchte prüfen lassen, ob ein ähnliches Modell auch in Dormagen umgesetzt werden kann.

„Wir wollen aus erfolgreichen Beispielen anderer Kommunen lernen und die Chancen für Dormagen ausloten“, betont Carsten Müller, Vorsitzender des Betriebsausschusses der städtischen Eigenbetriebe. „Wenn wir lokal erzeugten Strom intelligenter nutzen können, stärken wir die Wirtschaftlichkeit unserer städtischen Gebäude und machen einen weiteren Schritt in Richtung kommunaler Energiewende.“ Ein zentraler Partner soll dabei die evd sein. Sie verfüge über die notwendige energiewirtschaftliche Expertise und könnte die operative Bewirtschaftung eines solchen Systems übernehmen. Deshalb fordert die SPD die Verwaltung auf, gemeinsam mit der evd die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu prüfen und gegebenenfalls ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten.

„Die Energiewende muss sich auch ganz konkret vor Ort auszahlen“, sagt Tina Lang, Aufsichtsratsmitglied der evd. „Wenn es gelingt, den auf unseren Dächern erzeugten Strom besser innerhalb der städtischen Infrastruktur zu nutzen, profitieren Klima, Haushalt und letztlich alle in Dormagen. Genau solche innovativen Ansätze brauchen wir.“ Zusätzlich schlägt die SPD vor, das bereits laufende Praxisbeispiel aus Alzey im Hauptausschuss vorzustellen. So sollen Rat und Verwaltung eine fundierte Entscheidungsgrundlage erhalten, um über die nächsten Schritte beraten zu können.

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