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Junggeburth fordert Klima-Sonderprogramm für Altenheime

01.07.2026 / 13:47 Uhr — Info Dormago / duz

Foto: privat Mathias Junggeburth fordert ein landesweites Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Altenheime und Krankenhäuser
Mathias Junggeburth fordert ein landesweites Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Altenheime und Krankenhäuser
„Mehrere aufeinanderfolgende Hitzetage und tropische Nächte ohne ausreichende Abkühlung stellen insbesondere hochbetagte, pflegebedürftige und kranke Menschen vor erhebliche Gesundheitsrisiken“, sagt Kreistagsabgeordneter Mathias Junggeburth (SPD). „Gleichzeitig geraten Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Rettungsdienste zunehmend an ihre Belastungsgrenzen“, betont der Gesundheits- und Pflegemanager, der im nächsten Jahr für den Landtag NRW kandidiert. Er fordert ein landesweites Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Altenheime und Krankenhäuser.

Aktuelle Berichte aus Nordrhein-Westfalen zeigen, dass zahlreiche Pflegeeinrichtungen trotz bestehender Hitzeschutzpläne noch immer nicht über ausreichend klimatisierte Aufenthalts- oder Bewohnerbereiche verfügen. Ursache sind häufig fehlende finanzielle Mittel für notwendige bauliche Anpassungen. „Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts und des Umweltbundesamtes sterben in starken Hitzesommern mehrere tausend Menschen vorzeitig an den Folgen extremer Hitze. Bund und Fachgesellschaften empfehlen deshalb einrichtungsbezogene Hitzeschutzpläne, bauliche Verschattung, Kühlräume und langfristige Investitionen in klimaresiliente Gebäude. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass diese Maßnahmen erhebliche finanzielle Ressourcen erfordern“, stellt der SPD-Sprecher im Gesundheitsausschuss des Kreistages fest.

Hitzeschutzpläne und Empfehlungen seien wichtig, „reichen aber allein nicht aus“, erklärt der Dormagener. „Viele ältere Pflegeheime verfügen weder über ausreichende Verschattung noch über klimatisierte Aufenthalts- oder gar Bewohnerzimmer. Nach mehreren Tagen extremer Hitze ohne nächtliche Abkühlung geraten Gebäude, Bewohner und Beschäftigte gleichermaßen an ihre Belastungsgrenzen.“ Von den Bewohnern könne freilich nicht erwartet werden, ihre Zimmer auf eigene Kosten mit Klimageräten auszustatten. „Wer Hitzeschutz fordert, muss ihn auch finanzieren“, stellt Junggeburth fest.

Ein landesweites Sonderinvestitionsprogramm für Altenheime und Krankenhäuser müsste gezielte Fördermittel für Verschattung, Kühltechnik, energetische Sanierung und moderne Gebäudetechnik beinhalten; darüber hinaus eine dauerhafte Investitionskostenförderung für klimabedingte Umbaumaßnahmen sowie eine verlässliche Finanzierung der zusätzlichen Betriebs- und Energiekosten wirksamer Hitzeschutzmaßnahmen. Die Verantwortung dürfe nicht länger auf Pflegeeinrichtungen und ihre Bewohner abgewälzt werden. Junggeburth: „Der Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Deshalb muss auch das Land Nordrhein-Westfalen endlich die finanziellen Voraussetzungen schaffen, damit Pflegeheime und Krankenhäuser ihre Gebäude an die neue klimatische Realität anpassen können.“

Mathias Junggeburth richtet einen „herzlichen Dank an alle Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Geburtshelfer, Mitarbeiter im Rettungsdienst sowie an die vielen Ehrenamtlichen, die die ihnen anvertrauten Menschen auch unter extremen Bedingungen verantwortungsvoll versorgen. Sie leisten Tag für Tag Enormes – gerade während dieser Hitzewellen.“

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