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„Die Leistung für Natur- und Klimaschutz ist nicht zu toppen“
30.06.2026 / 8:32 Uhr — Dormago / duz
Foto: Dormago / duz

Gruppenbild mit Dame: Rolf Wörhoff und Aktive der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Vor einigen Tagen erhielt er die Silberne Ehrennadel der Stadt Dormagen. Da stand für Rolf Wörhoff schon fest, dass er in Kürze seinen Abschied vom Dauereinsatz für die Natur erklären wird. Am Tag vor seinem 88. Geburtstag zog er gestern im Kreise zahlreicher Mitstreiter am Delrather Ententeich ein kleines Resümee seiner nachhaltigen Arbeit. Aber Wörhoff ließ keinen Zweifel daran, dass er auch künftig als Ratgeber zur Verfügung steht und insbesondere seine Initiative für Wildobst-Bäume und -Sträucher weiterverfolgen will. Dafür hatte er einen „Baumhasel“ mitgebracht, der in der Nachbarschaft schon gepflanzter Gewächse ein neues Zuhause erhielt. Und der frühere Leiter des Gymnasiums Norf demonstrierte auch, wie er die Bäume fit hält: Die Wassertanks in seinem Fahrzeug fassen zusammen 200 Liter, die nach und nach per Schlauch in die Gießkanne gefüllt werden...
Gruppenbild mit Dame: Rolf Wörhoff und Aktive der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Nach jeder Naturschutzaktion ist Rolf Wörhoff „happy, ich habe mich wohlgefühlt und auch für meine Gesundheit war das wichtig.“ Ein mögliches Missverständnis in Sachen Wildobst räumt er zur Seite: Von „wild“ könne keine Rede sein. Es handele sich um die Ursprungs-Obstsorte oder „möglichst wenig kultivierte Sorte unserer heutigen Obstsorten.“ Zusammen mit einem Arbeitsteam der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat er Bäume und Sträucher von der Gemeinen Felsenbirne bis zum Pfaffenhütchen auf Schutzgebieten in Dormagen-Nord und Neuss-Süd im Rahmen der Landschaftspläne angepflanzt und gepflegt.
Gleichermaßen empfiehlt er Grünflächenämtern die Pflanzung von Wildobst als zukunftsfähige Gehölze zur Förderung von Biodiversität, Bildung und Stadtgrün. Als ohne Zweifel glaubwürdiger Projektträger mit jahrzehntelanger Erfahrung hofft Wörhoff auf Sponsoren, die auch sein Ziel „mehr Natur in Stadt und Flur“ teilen und unterstützen wollen. Auch in Zukunft sollen Wildobstanpflanzungen durch das städtische Grünflächenamt oder Privatbesitzer erfolgen. Die Finanzierung soll ein SDW-Spendenkonto „Wildobst-Projekt“ ermöglichen, um dessen Aufstockung Wörhoff sich bemüht.
SDW-Vorsitzender Bernd Dehm war voll des Lobes für das Mitglied der Schutzgemeinschaft seit 1975. „Den Dank kann man gar nicht in Worte fassen, deine Leistung für Natur- und Klimaschutz ist nicht zu toppen.“ Und beim Verteilen einer Broschüre über SDW-Aktionen machte Vorstandmitglied Doris Wissemann deutlich: „Es gibt kein Projekt, an denen Rolf Wörhoff nicht mitgewirkt hat.“
Das SDW-Spendenkonto
IBAN: DE13 3055 0000 0000 3350 42
Stichwort: Wildobstprojekt
