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Nach Gerichtshof-Urteil: Bayer-Aktie zieht kräftig an

25.06.2026 / 18:17 Uhr — Info Bayer / Dormago / duz

Leverkusen / Dormagen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat heute ein offenbar richtungsweisendes Urteil im Fall Durnell veröffentlicht, in dem es um Roundup™ (Wirkstoff: Glyphosat) geht. Das Gericht bestätigt darin mit sieben zu zwei Stimmen, dass das Bundesrecht (Federal Insecticide, Fungicide, and Rodenticide Act, FIFRA) explizit Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Bundesstaaten-Ebene ausschließt, wenn die US-Umweltbehörde EPA die Sicherheit eines Produktes eindeutig festgestellt hat. Diese Entscheidung „trägt zur signifikanten Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup™ bei. Glyphosat ist weltweit das am umfassendsten untersuchte Pflanzenschutzmittel, und das Urteil bestätigt, dass die Sicherheitsbewertung der EPA in den USA maßgeblich ist. Unternehmen können demnach nicht auf Basis eines Flickenteppichs an einzelstaatlichen Rechtslagen haftbar gemacht werden, wenn sie sich an bundesrechtliche Vorgaben zu Sicherheitshinweisen halten“, erklärt Bayer.

„Dieses Urteil ist gut für die Landwirte in den USA, die weltweit dazu beitragen, die Ernährung sicherzustellen. Es sorgt für die regulatorische Klarheit, die innovative Unternehmen wie wir brauchen, um Produkte für die Agrarbranche herzustellen, mit denen bezahlbare Lebensmittel produziert werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayer, Bill Anderson. „Die Rechtsstreitigkeiten sind eine große finanzielle Belastung für das Unternehmen und haben das öffentliche Vertrauen beschädigt. Dieses Urteil bringt längst überfällige Gerechtigkeit und Klarheit, die viel früher nötig gewesen wären. Jetzt ist es höchste Zeit, dieses Kapitel hinter uns zu lassen. Gestärkt durch das jetzige Urteil werden wir unsere mehrgleisige Strategie weiter fortsetzen, zu der auch der bereits angekündigte Sammelvergleich gehört.“

Auswirkungen des Urteils
Die Bestätigung des Urteils im Fall Durnell sollte aus Sicht von Bayer dazu führen, dass bestehende Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten abgewiesen und mögliche künftige Klagen unterbunden werden. Auf dieser Theorie basieren die allermeisten vorliegenden Klagen in den Rechtsstreitigkeiten zu Glyphosat.

Im Februar 2026 hatte Monsanto mit Klägeranwälten einen Sammelvergleich zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup™ in den USA geschlossen. Mit der langfristigen Vereinbarung sollen sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen beigelegt werden, bei denen es um geltend gemachte Erkrankungen am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) geht. Der Sammelvergleich wurde bereits vorläufig genehmigt und soll zusammen mit dem positiven jetzigen Urteil maßgeblich dazu beitragen, dass die Rechtsstreitigkeiten signifikant eingedämmt werden können.

Der lange Weg bis zu dieser Entscheidung
Die Rechtsstreitigkeiten bestehen seit Jahren, haben sehr viele Ressourcen gekostet und hätten von der Mission des Unternehmens abgelenkt, betont das Unternehmen: „Health for all, Hunger for none.“ Die Klageindustrie habe Milliarden daran verdient – Geld, das in die Entwicklung nachhaltiger Pflanzenschutzmittel sowie in neue Therapien für Patienten hätte investiert werden können. „Die Kosten für die Rechtsstreitigkeiten gehen zu Lasten von Innovationen. Und sie werden nicht nur vom Unternehmen getragen, sondern von jedem Patienten, der auf eine neue Therapie wartet, jedem Landwirt, der auf bessere Lösungen angewiesen ist, und jedem Aktionär, dessen Kapital dafür verwendet werden musste. Jetzt könnte ein neues Kapitel beginnen.“

Als Reaktion auf das Urteil zog die Bayer-Aktie kräftig an.

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