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Dormagens erster Olympionike Paul Wischeidt ist gestorben
08.06.2026 / 18:56 Uhr — Info Dormago / duz
Mit großer Trauer nehmen der TSV Bayer Dormagen und viele Dormagener Abschied von Paul Wischeidt, der bereits am 13. Mai im Alter von 82 Jahren verstarb. Sein Leben war über Jahrzehnte hinweg untrennbar mit dem Fecht- und Breitensport in Dormagen verbunden. Noch im vergangenen Jahr wurde er für seine 75-jährige Vereinstreue geehrt - er gehörte zu den ersten Mitgliedern der neu gegründeten Fechtabteilung, deren Entwicklung er entscheidend mitprägte.Unter Fechtmeister Friedrich Eggert entwickelte sich Paul Wischeidt zu einem der erfolgreichsten deutschen Säbelfechter seiner Zeit. Er gewann mehrere deutsche Meistertitel und vertrat Deutschland bei zahlreichen internationalen Wettkämpfen. Als erster Dormagener Sportler nahm er 1968 an den Olympischen Spielen in Mexiko teil und erreichte dort den 9. Platz im Einzel. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München belegte er den 8. Rang; mit der Mannschaft wurde er bei seinen beiden olympischen Teilnahmen jeweils Siebter. 1968 war auch privat ein besonderes Jahr für Wischeidt: Er heiratete seine Frau Heidi, selbst aktive Fechterin, und wurde Vater der Zwillinge Bodo und Klaus. Sein Sohn Klaus trat später in die sportlichen Fußstapfen seines Vaters.
Nach seiner aktiven Laufbahn engagierte sich Paul Wischeidt als Sportlehrer im Azubisport bei der Bayer AG, als Fechttrainer und später im Breitensport. Mit großem Einsatz förderte er Generationen von Sportlerinnen und Sportlern und setzte sich insbesondere für Angebote im Senioren- und Freizeitsport ein. „Mit Paul Wischeidt verliert der TSV Bayer Dormagen einen herausragenden Sportler, engagierten Trainer und geschätzten Wegbegleiter. Sein Wirken und seine Verdienste um den Verein werden unvergessen bleiben“, heißt es im Nachruf des Vereins.


