DORMAGO-Archiv
Suchergebnis
„Erweiterungsbau steht für eine klare Idee von guter Pflege“
03.06.2026 / 8:12 Uhr — Dormago / duz
Foto: Dormago / duz

Bei der Eröffnung des Anbaus erhielt der jetzt in den Ruhestand gehende Einrichtungsleiter Thomas Schindler als Dankeschön eine Bank und weitere Geschenke
Das Augustinushaus ist gewachsen: Im jetzt eröffneten Erweiterungsbau an der Pommernallee entstehen 61 zusätzliche Pflegeplätze, 50 davon rollstuhlgerecht. Bei einer kleinen Feier erhielten Gäste, Verantwortliche und Interessierte Einblicke in das neue Gebäude, das Pflegekonzept und die bauliche Ausrichtung des Standorts, der nun gemeinsam mit dem bestehenden Haus die größte Senioreneinrichtung der St. Augustinus Gruppe ist. Neu ist zudem eine eigenständige Kurzzeitpflege. Auch aufgrund der Personallage erfolgt die Belegung sukzessive. 
Bei der Eröffnung des Anbaus erhielt der jetzt in den Ruhestand gehende Einrichtungsleiter Thomas Schindler als Dankeschön eine Bank und weitere Geschenke
„Der Erweiterungsbau steht für eine klare Idee von guter Pflege“, sagte Thomas Schindler, scheidender Einrichtungsleiter des Augustinushauses. „Hier entstehen moderne Räume für die Bewohner und zugleich bessere Bedingungen für unsere Mitarbeitenden. Mit der höheren Belegung brauchen wir zusätzliche Kollegen. Deshalb ist der Neubau für uns auch ein wichtiges Signal als Arbeitgeber: Das Augustinushaus bietet moderne Pflege in einem Umfeld, in dem Menschen gerne wohnen und gut arbeiten können.“
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld würdigte die Bedeutung des Neubaus für die Stadt: „Häuser wie das Augustinushaus sind eine Investition in die Zukunft. Wir alle werden älter und viele von uns werden im Alter Unterstützung benötigen. Umso wichtiger sind Orte, an denen hauptamtliche Pflege, ehrenamtliches Engagement und soziale Betreuung so gut zusammenarbeiten. Hier wird sichtbar, dass Menschen in Würde altern können.“ Freuen konnte sich Lierenfeld über ein Sonderlob der Bauausführenden: „Beim Dormagener Bau- und Planungsamt sind wir offene Türen eingerannt und erhielten sehr schnell die Baugenehmigung. Eine solche Zusammenarbeit erlebt man nicht überall.“
Das neue Gebäude setzt auf kleine Hausgemeinschaften, Balkone und Innenhöfe. Überschaubare Wohneinheiten sollen den Bewohnern ein hohes Maß an Selbstbestimmung, Privatsphäre und Orientierung ermöglichen. Die Kurzzeitpflege richtet sich an Menschen, die vorübergehend Unterstützung benötigen – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder zur Entlastung von Angehörigen.
Der Neubau wurde in Hybridbauweise errichtet und zählt damit zu den besonders nachhaltigen Bauprojekten in der stationären Pflege in NRW. Bis auf Küche und Aufzugsschacht besteht das Gebäude vollständig aus Holz. Die ökologische Bauweise soll CO2-Emissionen senken und Ressourcen schonen. Auch der Energiebedarf wird durch erneuerbare Energien gedeckt: Geothermie, Fotovoltaik, ein Gründach und der KfW-Standard Effizienzhaus 40 unterstreichen den nachhaltigen Charakter. Alle Pflegeplätze sind barrierefrei gestaltet.
