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Malerviertel III: Auf der Suche nach einem Investor

02.06.2026 / 13:04 Uhr — Dormago / duz

Foto: Stadt Dormagen Der Übersichtsplan mit der vorgesehenen Flächenzuteilung im Malerviertel III
Der Übersichtsplan mit der vorgesehenen Flächenzuteilung im Malerviertel III
Als das Malerviertel in Dormagen-Horrem in den 1960er Jahren entstand, war die Ausdehnung Richtung Norden erklärte Absicht. Doch gut Ding will Weile haben: Nach der Fertigstellung des zweiten Abschnitts vor rund zehn Jahren steht jetzt die Realisierung des Malerviertels III an – unter der offiziellen Bezeichnung des Bebauungsplans „Nördlich der Rubensstraße“. Die Stadt bereitet die Vermarktung des neuen Wohnquartiers vor – dem größten seit einigen Jahrzehnten.

Dabei geht sie neue Wege und startet ein Investorenauswahlverfahren für den größten Bereich. Auf einer Fläche von nahezu 16 Hektar sollen künftig insgesamt rund 700 Wohneinheiten für etwa 1600 Menschen entstehen. Rund zwei Drittel des Gebietes gehen an den Markt, der Rest bleibt in städtischer Hand. Dort (auf den hellblauen Flächen der Karte) sind auch eine Kita, genossenschaftliches Wohnen nach dem Vorbild NAWODO in Nievenheim, sowie Seniorenwohnen vorgesehen. Geplant ist ein „innovatives und nachhaltiges Wohngebiet mit unterschiedlichen Wohnformen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Das Quartier im allgemeinen Wohngebiet sieht Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Geschosswohnungsbau vor. In der Angrenzung zur bestehenden Bebauung des ersten Malerviertels sind bewusst Ein- oder Zweifamilienhäuser vorgesehen, erklärt Planungsamtsleiter Robert Ullrich. Ergänzt wird das Areal durch große Grünflächen und einen Nahversorger. Auch der Klimaschutz spiele eine wichtige Rolle: Autofreie Wohnhöfe, Photovoltaikanlagen und ein modernes Regenwasserkonzept runden das Konzept ab. Fahrzeuge sollen in drei Quartiersgaragen abgestellt werden.

Erschließung und Lärmschutz sollen auch in die Zuständigkeit des Investors fallen. „Es ist unser Ziel, einen Partner zu finden, der die städtebaulichen, sozialen und ökologischen Ziele des Malerviertels bestmöglich umsetzt“, betont Lierenfeld. Der Angebotspreis liegt bei 720 Euro pro Quadratmeter. Eine Jury aus Mitgliedern des Planungsausschusses und der Verwaltung soll die Vergabe vorbereiten.

Vor dem ersten Spatenstich wird noch einige Zeit vergehen: „Die Entwicklung eines Quartiers dieser Größenordnung erfolgt schrittweise über mehrere Jahre“, betont Robert Ullrich. Neben der Erschließung des Gebietes werden die einzelnen Bauabschnitte nach und nach umgesetzt. Die Öffentlichkeit werde über die weiteren Schritte regelmäßig informiert.

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