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Beim letzten Heimspiel wird auch Oliver Fenkl verabschiedet

31.05.2026 / 12:30 Uhr — Dormago / duz

Foto: Heinz Zaunbrecher Heute findet das letzte Heimspiel mit Oliver Fenkl als Hallensprecher statt
Heute findet das letzte Heimspiel mit Oliver Fenkl als Hallensprecher statt
Was seit gestern feststeht: Auf den nächsten Nachbarn wird der TSV Bayer Dormagen in der kommenden Saison nicht treffen, die HSG Krefeld ist nach der 33:34-Niederlage gegen den TuS N-Lübbecke abgestiegen. Dafür wird es in der Spielzeit auch wieder zwei Spiele gegen den HSC Coburg geben, der heutige Gegner im letzten Heimspiel der Dormagener (Anpfiff um 17 Uhr). Im Sportcenter wird es dann noch mal ordentlich voll, 1700 Tickets waren bereits verkauft. Alle dürfen sich auf ein Handballspiel ohne jeden Druck freuen - es geht nur noch um die Platzierungen. Der aktuelle Tabellenzehnte Coburg hat noch Chancen auf einen einstelligen Rang, der TSV hat den 12. Platz im Blick.

Traditionell finden im letzten Heimspiel Verabschiedungen statt. Den TSV verlassen die Spieler Louis Oberosler, Finn Schroven, Jan Schmidt und Luis Pauli. Doc Ralph Goldschmidt hört ebenso auf wie das Wischer-Duo Helmut und Gerd, Nachwuchskoordinator Dennis Horn und Hallensprecher Oliver Fenkl, der mit Unterbrechungen seit 2002 die Stimme des Dormagener Handballs ist.

„Ich habe lange darüber nachgedacht. Es macht mir immer noch Spaß - und genau deshalb ist es richtig, jetzt aufzuhören“, sagt der in diesem Jahr 50 Jahre alt gewordene Fenkl, der im August 2002 das erste Zweitligaspiel gegen die HSG Konstanz mit dem Mikrofon in der Hand begleitete. Damals gab es noch keine Kanzel, an einem Tisch im Umfeld der Spielerbänke saß Oliver Fenkl, der von Jens Hentschel unterstützt wurde. Zum ersten Mal wurde der Delhovener im Jahre 2009 verabschiedet, da es ihn beruflich nach Dubai zog. Ein Tag, den Fenkl aus einem anderen Grund nie vergessen wird. Denn er musste auch die Trauerrede halten anlässlich des tragischen Todes von Sebastian Faißt, der kurz vor seinem 21. Geburtstag während eines Junioren-Länderspiels gegen die Schweiz in Schaffhausen an Herzversagen gestorben war.

Die Tätigkeit des Hallensprechers, die Fenkl nach seiner Rückkehr im Jahr 2015 wieder übernahm, beschränkt sich keineswegs auf die in der Regel 17 Saisonspiele. Hinzu kommen Test- und mitunter Pokalspiele - und eine Vorbereitung auf die jeweiligen Begegnungen. Dabei geht es nicht zuletzt um die richtige Aussprache der Spielernamen, aber auch um den Zeitpunkt von Werbeansagen. Am Spieltag selbst war Oliver Fenkl immer frühzeitig in der Halle, um etwa mit den Schiedsrichtern vorgesehene Abläufe zu besprechen, wie die Unterbrechung wegen einer Schweigeminute.

„Wenn mal Not am Mann ist, kann ich natürlich einspringen“, hat der Familienvater den Verantwortlichen des TSV signalisiert. Zudem will er nicht ausschließen, bei Gelegenheit eine andere ehrenamtliche Funktion im Verein zu übernehmen. Erst einmal wird er aber künftig die Spiele in der Halle auf der Tribüne als Zuschauer genießen.

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