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Sensationell: Marten Konrad qualifiziert sich für die WM

12.05.2026 / 18:24 Uhr — Info WSC / Dormago / duz

Foto: privat Marten Konrad qualifizierte sich im Kajak-Cross für das WM-Team
Marten Konrad qualifizierte sich im Kajak-Cross für das WM-Team
Marten Konrad vom WSC Dormagen sorgte bei den Sichtungswettkämpfen zu den Nationalmannschaften der Kanuten für eine „faustdicke Überraschung“, so Cheftrainer Thomas Apel. Dormagens Sportler des Jahres 2025 qualifizierte sich im Kajak-Cross für das WM-Team.

Die Überraschung war groß, auch bei dem jungen Dormagener: „Langfristig war mein Ziel, ins A-Team zu kommen. Aber bisher lag mein Fokus auf Kanuslalom. Dass es jetzt schon so schnell im Cross geklappt hat, freut mich riesig.“ Im Kanuslalom wurde Konrad im letzten Jahr mit der U23-Mannschaft Europameister. Doch an beiden Qualifikationswochenenden lief es hier für Konrad nicht rund, sodass er am Ende keine Chance auf einen begehrten Platz in der Slalom-Nationalmannschaft mehr hatte. Auch hier hätte über die U23-Qualifizierung hinaus die Chance auf die A-Nationalmannschaft bestanden, da mit dem Karriereende von Hannes Aigner, dem mehrfachen Olympiateilnehmer und Weltmeister von 2018, ein Platz erreichbar gewesen wäre.

Dann kam der letzte Sonntag mit den Entscheidungen in der jungen Disziplin Kajak-Cross. Als Elfter von Zwölf hatte sich der Sportsoldat für die Kopf-an-Kopf-Rennen auf dem Eiskanal in Augsburg qualifiziert – nicht die beste Ausgangsposition, denn die Vorneliegenden dürfen sich den Startplatzt aussuchen. Ausschlaggebend dafür waren zwei Einzelläufe am vorangegangenen Wochenende in Markkleeberg, bei denen er 4. und 21. geworden war.

Die Head-to-Head-Phasen entwickelten sich zu einem spannungsgeladenen Nervenkrimi, bei dem Konrad mehrfach hätte scheitern können. Mit Kraft und Durchsetzungsvermögen und einem Quäntchen Glück erkämpfte er sich durch den Sieg im letzten Finale den dritten Platz im A-Team.

Beim Kajak-Cross starten maximal vier Athleten parallel von einer Rampe in stabilen PE-Booten und durchfahren einen Parcours von wenigen luftgefüllten Toren, die berührt oder auch weggeschlagen werden dürfen. Die in der Regel zwei Aufwärtstore sind doppelt gehängt, sodass die Fahrer die Wahl haben, welches sie durchfahren. Die Konkurrenten dürfen sich mit den Booten wegdrängen und battlen.

Den Anfang machten am Sonntag vier Läufe (Heats) á drei Starter. Die jeweiligen Gewinner qualifizierten sich direkt für das erste Halbfinale. Konrad gelang der Direkteinzug nicht. Er musste in den Hoffnungslauf, fuhr auf Sieg und nahm damit Kurs auf das Halbfinale. Zwei seiner Konkurrenten waren hier Stefan Hengst und Noah Hegge, beide waren in dieser Disziplin für Deutschland bei Olympia in Paris gestartet. Hegge hatte die Bronzemedaille gewonnen.

Gegen die harte Konkurrenz wuchs Konrad über sich hinaus und kam hinter Hegge als Zweiter ins Ziel. Im zweiten Durchgang mussten dann die acht Halbfinalisten erneut gegeneinander antreten und wieder waren Hengst und Hegge seine Gegner. Diesmal fuhr Hegge sich mit einem Torfehler aus dem Rennen, Hengst und Konrad qualifizierten sich für das Finale. Da hatte er die Teilnahme an den internationalen U23-Meisterschaften bereits in der Tasche. Nur mit einem Sieg hätte er Hegge, der im Punktestand immer noch vor ihm lag, den Einzug in die Cross-Nationalmannschaft noch streitig machen können. Und das gelang ihm mit einem sensationellen Start-Ziel-Erfolg beeindruckend.

„Irgendwie hatte ich heute einen guten Tag“, erklärte er sein Abschneiden. „Die Arme haben sich gut angefühlt.“ Als dritter Fahrer neben Stefan Hengst (KR Hamm) und Felix Sachers (Leipziger KC), ein Spezialist, der sich auf den Cross fokussiert, wird er in dieser Saison Deutschland bei WM und EM vertreten und kann auch schon erste Punkte für die Olympiaqualifikation sammeln.

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