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Wasserstoff-Leitung kommt - Thyssengas plant Dialogmärkte
07.05.2026 / 7:35 Uhr — Info Dormago / duz
Ein weiteres großes Röhrenprojekt: Zur Sicherstellung der Wasserstoff-Versorgung im Raum Köln inklusive Dormagen plant die Thyssengas GmbH im Auftrag der Bundesnetzagentur unter anderem entlang des Rheins zwischen Dormagen und Köln-Merkenich eine rund 18 Kilometer lange Wasserstoff-Leitung. Auf dem Stadtgebiet von Dormagen wird dafür ein Korridor unmittelbar westlich der A 57 – beginnend im Norden auf Höhe der die Autobahn kreuzenden K 12 bis hinunter zur Stadtgrenze zu Köln in Anspruch genommen. Die Mitglieder des städtischen Planungsausschusses wurden am Dienstag erstmals informiert.Das geplante Wasserstoff-Kernnetz umfasst bundesweit rund 9000 Kilometer Leitungsinfrastruktur, die bis 2032 schrittweise aufgebaut werden soll. Dabei sollen etwa 60 Prozent der Leitungen durch die Umstellung bestehender Erdgasleitungen realisiert werden, während der verbleibende Anteil als Neubau entsteht. Die Investitionskosten werden derzeit auf etwa 18 bis 19 Milliarden Euro geschätzt. Ziel der Infrastruktur ist es, industrielle Zentren, Speicheranlagen, Kraftwerke sowie Importkorridore miteinander zu verbinden und so die Versorgung mit Wasserstoff als Energieträger der Zukunft sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt politisch als „Schlüsselprojekt der Energiewende“ bezeichnet. Auftraggeber des Gesamtvorhabens ist die Bundesregierung bzw. die Bundesnetzagentur, während die Thyssengas GmbH als Vorhabenträger für den Leitungsabschnitt fungiert.
Das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt hat noch nicht begonnen. Durchführung und Abschluss des Verfahrens sind derzeit für die Jahre 2027/2028 vorgesehen. Im Vorfeld sind zunächst vorbereitende Maßnahmen wie Boden- und Baugrunduntersuchungen sowie Grundwasseruntersuchungen geplant, die zeitnah aufgenommen werden sollen. Begleitend zur weiteren Planung ist vorgesehen, ab dem Jahr 2027 regelmäßig Dialogmärkte vor Ort in Dormagen durchzuführen, um die Öffentlichkeit frühzeitig und kontinuierlich über das Vorhaben sowie dessen Fortschritt zu informieren.
Kritisch-konstruktive Begleitung
Die Inbetriebnahme der Wasserstoffleitung ist nach aktuellem Planungsstand für das Jahr 2029 vorgesehen. Die Stadt Dormagen will das Vorhaben im Verfahren als betroffene Kommune kritisch-konstruktiv begleiten.
Weitere Informationen zum Projekt, zum Ablauf des Verfahrens sowie zu häufig gestellten Fragen gibt es HIER.
Das Projektteam ist per E-Mail zu erreichen.

