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Chorleiter animierte Solisten zu humoristischen Aktionen
03.05.2026 / 9:35 Uhr — Info Stadt / Dormago / duz
Beim Jahreskonzert in der BvA-Aula standen die Sänger des renommierten Männerchores Bayer Dormagen einmal mehr Schulter an Schulter mit ihren Gästen vom MGV Sängerbund Brühl-Pingsdorf. Mit dem unterhalten sie unter gemeinsamer Führung von Chorleiter Roland Steinfeld seit einigen Jahren eine Auftrittsgemeinschaft. Ihnen zur Seite stand ein kleines aber feines ‚Salon-Orchester‘, bestehend aus Flöte (Ingo Nelken), Klarinette (Matthias Beltz), Kontrabass (Timo Hoppe) und Klavier (Frank Hoppe).Schnell erwies sich, dass diese professionellen Musiker für mehr erschienen waren als nur zur Begleitung von Chormusik. In eigens für den Anlass von Steinfeld geschriebenen Arrangements brillierten die Instrumentalisten hoch virtuos mit viel Musikalität und Leidenschaft. In jeder noch so kleinen Atempause des Chores hörte man zauberhafte Überleitungen und kommentierende Rhythmen. Auf diese Weise wurde das Publikum durch ein ansprechendes wie abwechslungsreiches Programm geführt.
Nach gelungener Einstimmung durch einige Schlager-Evergreens wurde ein deutlicher Höhepunkt mit einem Querschnitt durch Frederick Loewes Musical „My Fair Lady“ gesetzt, in dem der komödiantisch wie musikalisch hinreißende Auftritt von Solistin Sabine Laubach sogleich große Begeisterung auslöste. Die Sopranistin überzeugte nicht nur stimmlich mit strahlender Höhe und ausdrucksstarker Phrasierung, sondern auch mit ihrer natürlichen Bühnenpräsenz voll schauspielerischer Wärme und ansteckendem Humor. Ihr zur Seite stand Bariton Andreas Elias Post, dessen klangschöne und sensibel nuancierte Stimme das Publikum ebenfalls mehrfach zu spontanem Applaus animierte.
Mit seiner launigen Moderation zwischen den einzelnen Stücken ermöglichte Steinfeld den Zuhörern dem Inhalt der Musik gut zu folgen. Und er animierte auch seine Solisten zu einigen humoristischen Aktionen. Der zweite Teil des Konzertes bestand wiederum aus einem großen Potpourri: Das Publikum durfte eine spezielle Konzertversion von „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“ erleben. Dirigent und Arrangeur Roland Steinfeld stellte heraus, dass es sich bei diesem Werk um eine so genannte Revue-Operette handelt, die in den 1920er bis 30er Jahren vor allem in Berlin das Unterhaltungstheater prägte. Mit viel Parodie, kabarettistischen Einlagen und teilweise jazzigen Harmonien und Rhythmen der damals aktuellen Tänze schlugen alle Beteiligten ihr Publikum in den Bann. Die rasante musikalische Fahrt endete in tosendem Applaus und mehreren Zugaben.


