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Falsche Bankmitarbeiter gelangen an Karten von Senioren

13.04.2026 / 12:45 Uhr — Info Polizei / Dormago / duz

Kaarst / Dormagen. Vermeintliche Bankmitarbeiter haben sich in den letzten Tagen in Kaarst und in Dormagen bei älteren Menschen gemeldet. Am Freitag, 10. April, erhielt gegen 17.30 Uhr ein 91-jähriger Kaarster einen solchen Anruf. Der Anrufer erklärte, es sei zu Zahlungen vom Konto des Kaarsters gekommen und man müsse nun zur Sicherheit die Bankkarte abholen. Gegen 17.45 Uhr holten ein Mann sowie eine Frau die Bankkarte des Seniors ab. Der männliche Tatverdächtige ist laut Beschreibung circa 190 Zentimeter groß, hat eine kräftige Statur und dunkle Haare. Er trug helle Oberbekleidung und eine dunkle Hose. Die weibliche Tatverdächtige sei circa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 175 Zentimeter groß und hat lange blonde Haare mit dunklem Ansatz. Ihr Handy hatte eine pinke Hülle.

Am folgenden Samstag wurde ein Dormagener Senior gegen 10 Uhr von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter telefonisch kontaktiert. Der Mann gab an, dass man die Karte benötige, um unerwünschte Abbuchungen zu verhindern. Dazu würde eine Mitarbeiterin der Bank die Karte des 81-jährigen Strabergers abholen. Gegen 10.10 Uhr holte die Tatverdächtige die Karte ab. Die Unbekannte ist circa 30 bis 40 Jahre alt und 165 Zentimeter groß. Sie war korpulent und trug dunkle Kleidung.

Ebenfalls in Dormagen wurde am gleichen Tag gegen 14 Uhr ein 95-jähriger Delhovener von einem "Bankmitarbeiter" angerufen, der sich ähnlich äußerte. Kurz nach 14 Uhr holte eine vermeintliche Mitarbeiterin der Bank die Karte des Seniors ab. Die Tatverdächtige war circa 35 Jahre alt und 165 Zentimeter groß. Sie war dunkel gekleidet und korpulent gebaut. Ihre Haare waren hell und lang.

Angerufen wurde am Samstag ebenfalls eine 77-jährige Dormagenerin. Die Seniorin durchschaute die Situation und beendete das Telefonat, bevor es zu einer Übergabe der Bankkarte kommen konnte.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft auch mögliche Zusammenhänge zwischen den Vorfällen. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 02131 3000 oder per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden.

Die Polizei informiert
- Geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten wie Kontonummern oder Kreditkartendaten sowie PIN- oder TAN-Nummern am Telefon heraus;
- Mitarbeiter von Banken und Behörden kommen nicht zu Hause vorbei und nehmen Bankkarten oder andere Wertsachen in Verwahrung;
- Denken Sie daran: Die Täter agieren sehr geschickt und verstehen es Druck aufzubauen. Lassen Sie sich von solchen Anrufern nicht bedrängen und beenden Sie das Gespräch sofort;
- Überprüfen Sie die Angaben des Anrufers, bevor Sie handeln;
- Informieren Sie umgehend Ihre Bank und lassen Sie gegebenenfalls Konten, Bankkarten und Onlinebanking sperren, wenn Sie Opfer von Trickbetrügern oder Trickdieben wurden;
- Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen umgehend die Polizei.

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