DORMAGO-Archiv
Suchergebnis
Auch ein Gladiatorenkampf bei der städtischen Sportlerehrung
20.03.2026 / 16:50 Uhr — Info Stadt / Dormago / duz
Foto: Robert Reichinek / Stadt Dormagen

Auf den Fotos von oben links bis unten rechts: Moderator Erik Lierenfeld, Marten Konrad, Bernd Lewerenz, Lukas Winkler, Anja Bezold, Josefine Widmann, Detlev Zenk, Vanessa Peuker, Dr. Torsten Spillmann, Christian Hoven, Klemens Diekmann und Leo Weber
Der Kraftsport stand im Mittelpunkt der Sportlerehrung 2025 in der BvA-Aula. Geladene Gäste aus Sport, Politik und Stadtgesellschaft waren der Einladung von Bürgermeister Erik Lierenfeld, dem Sportverband Dormagen (SVD) und der energieversorgung dormagen (evd) in die Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums gefolgt. Die Veranstaltung würdigte einmal mehr die beeindruckenden Leistungen, die Dormagener Athletinnen und Athleten auf nationaler und internationaler Bühne erzielten.
Auf den Fotos von oben links bis unten rechts: Moderator Erik Lierenfeld, Marten Konrad, Bernd Lewerenz, Lukas Winkler, Anja Bezold, Josefine Widmann, Detlev Zenk, Vanessa Peuker, Dr. Torsten Spillmann, Christian Hoven, Klemens Diekmann und Leo Weber
Zum Sportler des Jahres kürte die Jury Kanuslalomfahrer Marten Konrad. Der Athlet des Wassersportclubs Bayer Dormagen (WSC) überzeugte im vergangenen Jahr mit starken Leistungen im internationalen Nachwuchsbereich. Bei der U23-Europameisterschaft im slowenischen Solkan gewann er mit der deutschen Kajakmannschaft den Titel. Auch im Einzel erreichte er das Finale und bestätigte damit seine kontinuierliche sportliche Entwicklung. Die Jury würdigte neben seinen sportlichen Erfolgen auch seine Willensstärke nach langer, verletzungsbedingter Pause. Laudator Bernd Lewerenz, Vorsitzender des Sportverbands Dormagen, übergab die Auszeichnung.
Josefine „Josi“ Widmann vom AC Ückerath ist die Sportlerin des Jahres. Die erst 17-Jährige blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Wettkampfjahr zurück. Widmann gewann sowohl die Deutsche Meisterschaft der U20 als auch der U17 in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm und hätte beinahe das Triple geholt: Im Wettbewerb der Frauen scheiterte sie knapp an der Titelverteidigerin. International überzeugte sie mit der Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Mazedonien sowie weiteren Podestplätzen bei Turnieren in mehreren europäischen Ländern und den USA. Beiläufig verriet sie Moderator Erik Lierenfeld auf der Bühne, dass sie amtierende Deutsche Meisterin im „Chessminton“, eine Kombination aus Schach und Badminton, sowie im Sambo, eine Mischung aus Judo und Ringen, Laudator und Jurymitglied Detlev Zenk vermutet: „Von Josi werden wir noch viel hören und sehen.“
Das Duo Vanessa Peuker und Sarah Schumacher ist die Mannschaft des Jahres. Laudator und Sportdezernent Dr. Torsten Spillmann überreichte Vanessa Peuker den Preis, Sarah Schumacher war terminlich verhindert. Bei der Weltmeisterschaft im sauerländischen Neheim gehörten die Minigolferinnen zu den prägenden Athletinnen des deutschen Teams, das sich den Titel sicherte. Darüber hinaus krönte sich Schumacher zur Weltmeisterin im Einzel-Matchplay und gewann zusätzlich Silber im Mixed-Wettbewerb. Peuker steuerte neben dem Teamtitel eine Bronzemedaille im Mixed-Wettbewerb bei und bestätigte damit ihre internationale Klasse.
Der Titel Nachwuchssportler des Jahres ging an den Taekwondo-Kämpfer Vincent Koch vom AC Ückerath. Die Auszeichnung verlieh Laudatorin Anja Bezold, Leiterin des Amtes für Bildung, Kultur und Sport stellvertretend an seinen Trainer Lukas Winkler, da Koch aus privaten Gründen nicht vor Ort sein konnte. Der junge Athlet gewann bereits bei seiner ersten Teilnahme an der deutschen Jugendmeisterschaft den Titel im Schwergewicht. Für seine Leistungen wurde er anschließend in die Nationalmannschaft der Deutschen Taekwondo Union berufen. Anfang 2026 konnte Koch seine starke Form bestätigen: Nach dem erneuten Gewinn der Deutschen Meisterschaft folgte auch der Sieg bei den Austrian Open in Innsbruck.
Mit dem Ehrenamtspreis wurden in diesem Jahr Frank Beyersdorf und Christian Hoven vom JC Nievenheim durch Laudator Klemens Diekmann, Geschäftsführer der evd, ausgezeichnet. Beide prägen seit vielen Jahren maßgeblich die Entwicklung des Judosports in Dormagen. Beyersdorf ist bereits seit 1973 im Judo aktiv und leitete lange Zeit die Judo-Abteilung, die zunächst beim VdS Nievenheim angesiedelt war und sich 2018 als eigenständiger Verein JC Nievenheim gründete. 2021 übergab er den Staffelstab an Hoven, der das Engagement seither fortführt. Gemeinsam stehen beide für die Werte ihres Vereins, der Angebote für alle Altersgruppen bereitstellt – von Selbstverteidigung und Gewaltprävention für Kinder bis hin zu Bewegungsangeboten für ältere Menschen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld hatte anlässlich der kürzlichen Ehrung von Leonard Weber als Eliteschüler des Jahres die Idee, erstmals im Rahmen der Sportlerehrung fand die Ehrung des Eliteschülers des Jahres statt. Diese Auszeichnung erhielt Leonard Weber vom TSV Bayer Dormagen. Die Laudatio hielt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Der Säbelfechter überzeugte in der vergangenen Saison unter anderem mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der U17 im Einzel und mit der Mannschaft sowie einem dritten Platz bei der U17-Europameisterschaft. Neben seinen sportlichen Erfolgen engagiert er sich auch ehrenamtlich als Athletenvertreter in der Sportstiftung NRW.
Während des vom städtischen Sportservice.organisierten Abends sorgten mehrere künstlerisch-sportliche Darbietungen für besondere Momente: Mitglieder des Dormagener Vereins Jardin des Epoques präsentierten unter anderem einen Gladiatorenkampf sowie eine Vorführung im historischen Fechten mit dem Renaissance-Seitschwert. Zudem begeisterte eine Muay-Thai-Aufführung (Kampfsport) das Publikum.
