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„Watchlist“: Nach der Vorfreude kam die Begeisterung
18.03.2026 / 13:51 Uhr — Dormago / duz
Foto: Chorhaus

Ein Teil der Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre
Die professionelle Begleitband auf der Bühne
Überraschungsgast Malou Lovis Kreyelkamp
Es gibt solche Veranstaltungen, zu denen geht man mit großer Vorfreude. Weil man nämlich sicher sein kann, dass diese Vorfreude in Begeisterung umschlägt. Genau so war es wieder am Sonntag beim Projekt „Watchlist“ in der Aula des Bettina-von-Arnim Gymnasiums. Nach monatelanger Vorbereitung sorgte das Chorhaus St. Michael einmal mehr für beste musikalische Unterhaltung. Natürlich war auch schon das erste der beiden Konzerte am Samstag ausverkauft.
Ein Teil der Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre

Die professionelle Begleitband auf der Bühne

Überraschungsgast Malou Lovis Kreyelkamp
Auf der großen Bühne wurde es eng, denn rund 70 Sängerinnen und Sänger mussten ihren Platz bei der Premiere finden: Der Jugendchor VoiceOver und TonArt, das Pendant für junge Erwachsene, traten erstmals gemeinsam auf. Begleitet von der professionellen Live-Band trugen die 12 bis 30 Jahre alten Musiker (und einer hängt so an dem Chor, dass er auch schon etwas älter sein darf) interessant arrangierte Pop-Songs aus TV und Filmen vor. Sebastian Schlömer zeichnete überwiegend verantwortlich für die Arrangements, die zudem von den übrigen Chorleitenden Leonie Herbertz, David Welfens und Oliver Frücht stammten. Für Frücht war es das letzte Konzert, der Saxophonist stellt sich neuen Herausforderungen und wurde auf der Bühne verabschiedet.
Locker und lässig überzeugten zwei Sänger in ihren Doppelrollen: Swari Posarajasarma und Tobias Schaaf legten viele Meter zurück, weil sie nicht nur sangen, sondern auch zwischen den Stücken moderierten und dann auf der Couch in ihrem Wohnzimmer Platz nahmen, um sich über Filme und diverse Serien auszutauschen. So hinterfragten sie, wie oft denn wohl „I know“ im Song „Murder On The Dancefloor“ vorkam. „Bloody Mary“ aus der Netflix-Serie „Wednesday“ wollten die Beiden im Original hören und nicht die tik tok-Variante: „Davon kriegst du doch Kopfschmerzen.“
Dann bahnt sich eine Überraschung an: „Stell dir vor, Malou Lovis käme jetzt einfach auf die Bühne und würde ´One More Day`aus dem Film Momo singen...“ Und wer steht plötzlich mitten unter den vielen Menschen auf der Bühne? Malou Lovis, die Gewinnerin von The Voice of Germany 2023. Sie sang den Soundtrack, den Lovis gemeinsam mit Tokio Hotel zur Neuverfilmung von Momo intoniert hatte. Und weil die Teilnehmerin am deutschen Finale für den Eurovision Song Contest 2026 schon mal da war, präsentierte sie auch den Wettbewerbssong „When I´m with you“. Bescheiden stellte Malou Lovis fest: „Ich bin stolz, Teil des Programms in Dormagen zu sein.“
„He Alter, was ist denn da passiert?“, sind sich Swari und Tobias nicht ganz sicher, ob sie gerade nur geträumt haben. Haben sie nicht und erleben noch mit allen in der Aula das riesige Feuerwerk auf der dreigeteilten Filminstallation hinter den Sängerinnen und Sängern. Eine Veranstaltung mit Vorfreude und Begeisterung wird in Erinnerung bleiben.
