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Turbo für Breitbandausbau auch in Dormagens „grauen Flecken“

22.01.2026 / 13:32 Uhr — Info Rhein-Kreis / duz

Foto: Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung Übergabe des Förderbescheids: Dr. Karsten Wildberger (links) mit Hasan Sharifi
Übergabe des Förderbescheids: Dr. Karsten Wildberger (links) mit Hasan Sharifi
Nachdem der Antrag des Rhein-Kreises Neuss in Sachen „Gigabitförderung 2.0“ erfolgreich geprüft wurde, gab es nun vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung offiziell den Förderbescheid für den Breitbandausbau in sogenannten „Grauen Flecken“ auch in Dormagen. Das Schreiben nahm Hasan Sharifi, der Koordinator für digitale Infrastruktur des Rhein-Kreises Neuss, aus den Händen von Bundesminister Dr. Karsten Wildberger in Berlin entgegen.

Rund 30 Millionen Euro fließen an Rhein, Erft und Gillbach, um unterversorgte Gebiete direkt an das Glasfasernetz anzuschließen. Mit dieser Rekordsumme sollen die letzten Lücken geschlossen werden. Bisher galten Gebiete als „Graue Flecken“, wenn dort eine Grundversorgung vorhanden war, aber keine zukunftsfähige Bandbreite von mindestens 1000 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stand. Dank der neuen Mittel können jetzt tausende Haushalte, Unternehmen und Schulen mit modernster Glasfaser-Technologie ausgestattet werden.

„Ein leistungsfähiges Glasfasernetz ist heute ebenso wichtig wie Strom und Wasser. Mit den 30 Millionen Euro vom Bund investieren wir direkt in die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen, sichern Arbeitsplätze und stärken die Lebensverhältnisse sowie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region“, erklärt Landrätin Katharina Reinhold. Und Kreisdirektor Dirk Brügge betont: „Wir freuen uns, dass wir mit der Förderzusage nun Planungssicherheit haben.“ Die erfolgreiche Beantragung sei das Ergebnis einer engen Abstimmung zwischen dem Kreis, den Kommunen und dem Bund. „Wir freuen uns, dass unsere Hartnäckigkeit und die detaillierte Planung belohnt wurden“, freut sich Hasan Sharifi.

Das Programm des Bundes unterstützt den Breitbandausbau, wo die eigenwirtschaftliche Initiative bisher nicht rentabel war. Der Rhein-Kreis koordiniert das Verfahren zentral, um eine effiziente und schnelle Umsetzung in allen beteiligten Kommunen zu gewährleisten. Gemeinsam mit ihnen werden nun die nächsten Schritte eingeleitet. Hierzu gehört die europaweite Ausschreibung, die Vergabe der Ausbaugebiete sowie die bauliche Umsetzung. Nach dem aktuellen Stand sollen 7818 neue Anschlüsse an schnelles Internet ermöglicht werden. Davon profitieren rund 6447 Haushalte, 1357 Unternehmen, zwei Schulen und zwölf weitere sozioökonomische Schwerpunkte in Dormagen, Grevenbroich, Kaarst, Neuss und Rommerskirchen. Die „Grauen Flecken“ befinden sich in Dormagen vor allem in den nördlichen Ortsteilen wie Nievenheim, Stürzelberg, Zons, Straberg und Gohr sowie vereinzelt in den übrigen Gebieten.

Der Bescheid des Bundes ist die Basis für eine weitere Förderung, die vom Land kommt: Mit rund 18,2 Millionen und somit 30 Prozent beteiligt sich Nordrhein-Westfalen am Breitbandausbau im Kreisgebiet. Den Eigenanteil von 20 Prozent in Höhe von rund 12,2 Millionen wird von den Kommunen Dormagen, Grevenbroich, Kaarst, Neuss und Rommerskirchen übernommen.

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