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DM-Titel für NRW-Auswahl mit Marten Konrad
07.10.2025 / 7:27 Uhr — Info Dormago / duz
Foto: WSC

Erfolg im Kajak-Teamwettbewerb, von links: Trainer David Krajnik, Tim Bremer, Daniel Geheb und Marten Konrad
Mangels verfügbarer Slalomstrecken fanden die diesjährigen deutschen Meisterschaften in Roudnice statt. An der Elbe zwischen Dresden und Prag gelegen bot der tschechische Ort eine malerische Kulisse und mit seinem Kanal das geeignete Wildwasser, um einer Meisterschaft gerecht zu werden. Die Anreise der Athleten und Fans war dagegen herausfordernd. Dennoch war der WSC Bayer Dormagen mit 15 Aktiven am Start.
Erfolg im Kajak-Teamwettbewerb, von links: Trainer David Krajnik, Tim Bremer, Daniel Geheb und Marten Konrad
Bei besten Bedingungen konnte Marten Konrad trotz Erkältung seine Extraklasse abrufen. Gemeinsam mit Tim Bremer vom KST Rhein-Ruhr und Daniel Geheb vom KC Hilden siegte er im Kajak-Mannschaftswettbewerb in einer NRW-Renngemeinschaft vor der starken Konkurrenz aus Augsburg und Leipzig.
Im Einzel lief es am Ende nicht so erfolgreich für den Dormagener. Sowohl im Vorlauf mit Platz 16 als auch im Halbfinale, wo er sich als Zehnter in die Riege der 13 Finalisten einreihte, deutete sich an, dass er an diesem Wochenende nicht ganz in Topform war. Im Finale wurde ihm Tor 9 zum Verhängnis. Eine strenge Schiedsrichterentscheidung führte zu 50 Strafsekunden und es blieb bei Platz 13.
Besser lief es bei Anna Faber. Platz drei im Vorlauf und vier im Halbfinale ließen Hoffnung auf einen vorderen Platz aufkeimen. Trotz fehlerlosen Finallaufs und einer Steigerung um 8 Sekunden gegenüber dem Halbfinale verpasste sie am Ende die Bronzemedaille um 35 Hundertstel. „Ich hab‘ über den ganzen Sommer an keinem Slalomwettkampf teilnehmen können und wusste gar nicht wo ich im Vergleich zu den anderen Sportlerinnen stehe. Mit meinem Lauf und Platz vier bin ich sehr zufrieden“, wusste die gebürtige Dormagenerin ihr Ergebnis einzuordnen.
Im selben Rennen war auch Liv Konrad am Start. Ihr widerfuhr aber dasselbe Missgeschick wie ihrem Bruder in Tor 9 und kassierte 50 Strafsekunden. Sie wurde Elfte, freute sich aber, es bis ins Finale geschafft zu haben, da auch sie ähnlich wie Faber nur in ihrer Freizeit für ihren Lieblingssport trainieren kann. Eine hervorragende Leistung zeigte der 15-jährige Konrad Kollosche. In seinem ersten Jahr bei den U16-Fahrern und damit auf gleicher, herausfordernder Strecke wie die Leistungsklasse gelang ihm direkt der Einzug ins Finale der besten zwölf und er erkämpfte dort Platz zehn.

