DORMAGO-Archiv
Suchergebnis
#LEBEN | Polizei bremst Raser auf der L280 aus
07.08.2025 / 16:30 Uhr — Info Dormago - bs
Foto: Polizei im Rhein-Kreis Neuss

Die Polizei beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an der Aktionswoche „Speed“ von ROADPOL
Überhöhte Geschwindigkeit zählt nicht nur zu den Hauptunfallursachen, sondern beeinflusst auch die Art und Schwere der Unfallfolgen und von Verletzungen maßgeblich.
Die Polizei beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen an der Aktionswoche „Speed“ von ROADPOL
Im Jahr 2024 starben laut Statistischem Bundesamt jeden Tag durchschnittlich acht Menschen, fast 1.000 Verkehrsteilnehmer wurden verletzt. Neben Aufklärungskampagnen sind Kontrollen deshalb ein notwendiges Mittel, um die Hauptunfallursache "Geschwindigkeit" weiter zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Im Rahmen des europaweiten Polizei-Netzwerkes ROADPOL findet in der Zeit vom 4. bis zum 10. August die Aktionswoche "Speed" statt, an der sich die Polizei des Rhein-Kreises Neuss mit verschiedenen Aktionen beteiligt. Am Dienstagvormittag. 5. August, kontrollierte sie die Geschwindigkeit auf der Landstraße 280 zwischen den Dormagener Ortsteilen Knechtsteden und Anstel. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in dem Streckenabschnitt beträgt 70 Stundenkilometer.
Insgesamt 26 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer fuhren zu schnell. Elf von ihnen waren so schnell unterwegs, dass der Verstoß nicht mehr verwarnt werden konnte. Sie erhalten nun ein Bußgeld, weil sie die Geschwindigkeit um mindestens 21 Stundenkilometer überschritten haben.
Der Negativrekord an diesem Tag lag bei 125 Stundenkilometern, also 55 Stundenkilometer zu schnell. Der Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung aus diesem Tempo beträgt rund 115 Meter und ist somit um circa 70 Meter länger als bei Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit - dann wäre das Fahrzeug bereits nach etwa 45 Metern zum Stillstand gekommen.
Die Aktion wurde zusätzlich von speziell geschulten Polizistinnen und Polizisten der Dienststelle für Verkehrsunfallprävention und Opferschutz begleitet. In persönlichen Gesprächen wurden den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern die Gefahren und die möglichen Unfallfolgen nochmals erläutert.
"Erfreulicherweise zeigten sich die Angesprochenen auch einsichtig", erklärte der Polizeisprecher. Und weiter: "Die Frage: 'Haben Sie nichts Besseres zu tun?' haben wir diesmal nicht gehört. Sie ist aber auch leicht zu beantworten: 'Nein, haben wir nicht!'"

