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Investition stärkt Dormagen als industrielles Herz des Landes
19.12.2022 / 16:28 Uhr — Dormago / duz
Foto: Dormago / duz

Beim Scherenschnitt, von links: Standortleiter Dr. Wolfram Sirges, Werner Baumann, Dr. Claudia Aufderhaar, Betriebsleiterin E-Betrieb, Hendrik Wüst, André van Broich und Dr. Dirk Backhaus
Besichtigung des Betriebs, von links: Dr. Wolfram Sirges, Werner Baumann, Dr. Claudia Aufderhaar, Hendrik Wüst, André van Broich und Dr. Dirk Backhaus
Ein bedeutender Tag: Bayer hat heute eine neue Eisen(III)-Chlorid-Recycling-Anlage am Standort Dormagen eingeweiht. Sie ist Teil umfassender Investitionen in Höhe von 180 Millionen Euro in Umweltschutz, Produktionserweiterungen, Sicherheit und Recycling. Bayer leiste damit einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ernährungssicherheit, erklärt das Unternehmen. Mit dabei waren neben Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaft und Politik, darunter Ministerpräsident Hendrik Wüst und die Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe (CDU) und Daniel Rinkert (SPD).
Beim Scherenschnitt, von links: Standortleiter Dr. Wolfram Sirges, Werner Baumann, Dr. Claudia Aufderhaar, Betriebsleiterin E-Betrieb, Hendrik Wüst, André van Broich und Dr. Dirk Backhaus

Besichtigung des Betriebs, von links: Dr. Wolfram Sirges, Werner Baumann, Dr. Claudia Aufderhaar, Hendrik Wüst, André van Broich und Dr. Dirk Backhaus
„Hier in Dormagen schlägt das industrielle Herz unseres Landes“, erklärte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Baumann. Und: „Andere reden über die Zukunft – in Dormagen wird sie gestaltet. Viele demonstrieren für Klimaschutz, wir verbinden ihn mit den Kernaufgaben von heute und den Herausforderungen von morgen.“ Was bei Bayer in Nordrhein-Westfalen geschehe, sichere Ernten auf der ganzen Welt und sei gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Baumann: „Es ist unser Verständnis von Nachhaltigkeit, grüne Ziele mit schwarzen Zahlen zu erzielen.“ Hier in Dormagen stehe das Bayer-Kreuz und es soll auch stehen bleiben, betonte der Bayer-Chef unter dem Beifall der Gäste. „Ich komme aus Krefeld und weiß was es bedeutet, wenn man das Kreuz abbaut.“
„Mit den Investitionen stärkt die Bayer AG in Dormagen den Industriestandort Nordrhein-Westfalen langfristig“, sagte Hendrik Wüst. Vor dem heutigen Termin habe er keine Kenntnis von der Eisen(III)-Chlorid-Recycling-Anlage gehabt, nun sei ihm klar, dass die Bayer AG damit einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Industrie leiste: „Die Produktionskapazitäten wachsen weiter und der Standort wird nachhaltiger und klimafreundlicher.“ Dies zeige, dass Bayer auch zukünftig auf Nordrhein-Westfalen als Forschungsstandort und Produktionsstandort für Pflanzenschutzmittel setze. Die Landesregierung wolle die Industrie weiterhin eng bei der Transformation unterstützen und ein verlässlicher Partner für industriepolitische Belange sein.
André van Broich, Vorsitzender des Bayer-Konzernbetriebsrates. erinnerte daran, dass die Investitionen Teil einer Vereinbarung aus dem Jahr 2019 seien: „Mir ist in der deutschen Industrielandschaft keine vergleichbare Regelung bekannt. Wir machen es bayer-like.“ Im Rahmen der Forschung und Entwicklung im Pflanzenschutzbereich würden weitere neunstellige Millionenbeträge einerseits in die Forschung und Entwicklung unter anderem in Monheim sowie in die Herstellung in Dormagen, Knapsack und Frankfurt gesteckt. Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply Crop Science, bezeichnete die Recycling-Anlage als „tolles Beispiel für die Kreislaufwirtschaft“ und richtete seinen Dank an alle, die sich für den Standort Dormagen einsetzen - insbesondere der Anfang des nächsten Jahres in den Ruhestand gehende Dr. Norbert Lui habe sich immer wieder dafür eingesetzt, die Entwicklung der Anlage voranzutreiben.
Info zum Bau der Eisen(III)-Chlorid-Recycling-Anlage zur signifikanten Reduzierung der Abfälle bei der Produktion des Fungizids Prothioconazol
Durch die Kreislaufführung werden 95 Prozent Eisen recycelt und die bisher anfallenden Eisenschlammmengen von 15.000 Tonnen im Jahr entfallen. Zudem muss kein salzhaltiges Abwasser mehr aufbereitet werden. Das spart 22.000 Tonnen Natronlauge, die bisher für die Neutralisierung des Abwassers benötigt wurden. Hieraus resultieren ein geringerer Rohstoff- und Hilfsmitteleinsatz. Das verringert jährlich den CO2-Fußabdruck um rund 9000 Tonnen. In Dormagen konnte Bayer damit die weltweit erste Anlage mit Kreislaufwirtschaft als Leuchtturmprojekt des Unternehmens erfolgreich realisieren.
