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Regionaler Hörspielpreis geht an den Südwestrundfunk
09.05.2022 / 10:36 Uhr — Presseinfo Kreis / duz
Foto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Preisverleihung mit Gerti Drassl, Organisatoren und Jury der Hörspieltage
Zons. Das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ des Rhein-Kreises Neuss (IMA) lädt seit 1993 zu den Zonser Hörspieltagen ein. Nach dem Eröffnungsreferat von Dr. Matthias Hänselmann zum Thema „Dialektale Hörigkeit: Wie wirkt das regionale Hörspiel?“ fand jetzt ein reger Austausch unter Hörspielmachern und Kritikern statt. Mit der Diskussion zu den aktuellen Produktionen war auch der Wettbewerb um die Zonser Hörspielpreise für das beste regionale Hörspiel und die beste Performance verbunden. Zum Höhepunkt der internationalen Veranstaltung gehört die Vergabe des mit 2500 Euro dotierten Preises der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss. Damit werden Hörspiele ausgezeichnet, die in besonders gelungener Weise Mundart und regionale Sprache verwenden. In diesem Jahr wurde er im direkten Anschluss an die Wahl vergeben.
Preisverleihung mit Gerti Drassl, Organisatoren und Jury der Hörspieltage
Hörspiele seien im Aufwind, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke: „Rund 26 Millionen Deutsche haben im Jahr 2020 Hörspiele, Hörbücher und Podcasts genutzt. Das sind 44 Prozent mehr als noch 2017. Ich würde mich freuen, wenn von diesem Trend auch die regionalen Hörspiele profitieren.“ Zusammen mit Stephan Meiser für die Sparkassenstiftung zeichnete er in der Nordhalle des Kreiskulturzentrums das beste von der Jury ermittelte regionale Hörspiel im deutschsprachigen Raum aus.
Der Zonser Regionale Hörspielpreis ging in diesem Jahr an den Südwestrundfunk (SWR) mit seinem elsässischen Hörspiel: „Vrloreni Laawa“. Ausgezeichnet werden Autor Pierre Kretz und Regisseur Mark Ginzler. Den zweiten Platz erreichte das niederdeutsche Hörspiel „Üm de Eck“ von Hugo Rendler, das Radio Bremen gemeinsam mit dem NDR produziert hat. An dritter Stelle steht „Bahnuntergangsstimmung“ von Richard Oehmann, das der Bayerische Rundfunk als Wettbewerbsbeitrag eingereicht hatte. Der mit 2000 Euro dotierte Zonser Darstellerpreis ging an Gerti Drassl. Sie überzeugte im Hörspiel „Wurlitzergassen, Zwozl, Zwozl“ von Felix Mitterer. Martin Sailer, der Regisseur vom ORF-Studio Tirol, hielt die Laudatio.
Der Darstellerpreis wird aus Mitteln der Sparkassenstiftung sowie aus Beiträgen der beteiligten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Mitteln des Internationalen Mundartarchivs „Ludwig Soumagne“ des Rhein-Kreises Neuss bereitgestellt. Achim Thyssen, Leiter des Internationalen Mundartarchivs „Ludwig Soumagne“, und Mitarbeiterin Eva Schmitt-Roth hatten die dreitägigen Zonser Hörspieltage organisiert. Schmitt-Roth gehört auch zur Jury der Zonser Hörspieltage wie unter anderem der Komponist Henrik Albrecht und die Hörspielkritiker Angela di Ciriaco-Sussdorff und Waldemar Schmid.
