DORMAGO-Archiv

Suchergebnis

Endlich wird wieder „getorkt“

01.05.2022 / 9:34 Uhr — Dormago - bs

Foto: Heinz J. Zaunbrecher Markus Zorn, Dennis Horn, Bastien Angemeer  und Romy Allard waren bei Wolfgang Link und Detlev Zenk zu Gast, Sebastian und Simon Schlömer begleiteten die TORK-Show musikalisch
Markus Zorn, Dennis Horn, Bastien Angemeer und Romy Allard waren bei Wolfgang Link und Detlev Zenk zu Gast, Sebastian und Simon Schlömer begleiteten die TORK-Show musikalisch
Nach zweieinhalb Jahren coronabedingter Pause konnten die beiden Moderatoren Wolfgang Link und Detlev Zenk endlich wieder zur TORK-Show einladen. Kulturbürochef Olaf Moll brauchte für die Kultveranstaltung gar keine Werbung zu machen: 55 Stunden nach Ticketfreigabe war der Abend ausverkauft. Und auch den Gästen war anzumerken, wie sehr sie das Gespräch mit den beiden Journalisten in der lockeren Atmosphäre der Kulturhalle genossen. Sebastian Schlömer und sein Bruder Simon sorgten dabei für den passenden musikalischen Rahmen.

Zuerst nahm der 40-jährige Digitalexperte Dennis Horn auf der dunklen Ledercouch Platz. Der „Nerd vom Dienst“, wie er sich selbst nennt, wohnt in Delhoven und ist überzeugt: „Dormagen ist toll.“ Viele kennen ihn aus ARD-Informationssendungen wie Tagesthemen oder Morgenmagazin. Gefragt ist der ehemalige NGK-Schüler unter anderem dann, wenn es ums Internet geht. Dann erklärt er wie ein Shitstorm funktioniert, ordnet die „Facebook Leaks“ in einen Gesamtzusammenhang ein und analysiert die Vorteile und Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Daneben berät er Medienhäuser, wie sie sich aufstellen müssen, um die Menschen auch in fünf oder zehn Jahren mit Hilfe nutzerorientierter digitaler Strategien noch zu erreichen. Horn, selbst Vater zweier Kinder, wirbt dafür, die modernen Medien als kulturelle Orte zu verstehen, in denen auch die Eltern ihre Kinder inhaltlich begleiten und ihnen als Vertrauenspersonen zur Seite stehen.

Die 20-jährige erfolgreiche Dressurreiterin Romy Allard kam geradewegs von einem internationalen Turnier aus Troisdorf, bei dem sie sich mit ihrer Rappstute „Sissi“ einen dritten Platz sicherte. 2017 wurde die Zonserin Deutsche Meisterin, ein Jahr später wurde sie zu Dormagens Nachwuchssportlerin des Jahres 2018 gekürt, nachdem sie Silber und Bronze von den Europameisterschaften im französischen Fontainebleau mit nach Hause brachte. Inzwischen hat sie ihr duales Studium der Immobilienwirtschaft aufgenommen, ist aber weiterhin jeden Tag im Stall und freut sich, dass sie nach der pandemiebedingten Pause wieder zeigen kann, was in ihr steckt. Seit acht Jahren sind „Sissi“ und sie ein Team und kennen einander so gut, dass Pferd und Reiterin auf Stärken, Schwächen und Befindlichkeiten des jeweils anderen reagieren können. Allards Ziel ist nun die Qualifikation für die Teilnahme an den diesjährigen Europameisterschaften zu erreichen.

Dem aus Dormagen stammenden Markus Zorn merkt man seine Leidenschaft fürs Kochen an. Sein Handwerk hat er Ende der 80-er Jahre im Casino der Bayer AG gelernt und wurde in seinem dritten Ausbildungsjahr bereits als bester Jungkoch Deutschlands ausgezeichnet. Ob er beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos 450 Köchen als Küchenchef vorsteht und u. a. schon dafür sorgte, dass etwa Angela Merkel oder Donald Trump das richtige Essen auf dem Tisch hatten, ob er im Sommer drei Monate auf einer Yacht im Mittelmeer kocht oder sich in seiner aktuellen Aufgabe als Küchenchef der 48 Kinderbetreuungseinrichtungen der Fröbel-Gruppe um die gesunde Ernährung von Jungen und Mädchen kümmert: Immer ist er mit der gleichen Begeisterung bei der Sache und sorgt dafür, dass alle qualitativ hochwertiges und schmackhaftes Essen auf dem Teller bekommen. In Dormagen kocht Zorn traditionell am Heiligen Abend für bis zu 80 Alleinstehende und Obdachlose – und auch das mit großer Freude: „Das verändert den Blickwinkel und resettet.“

Der Regisseur Bastien Angemeer ist ein „alter Hase“ im TV-Geschäft. Er war und ist unter anderem für Folgen von „7 Tage - 7 Köpfe“, „Das große Backduell“ oder „Joko und Klaas gegen Pro 7“ verantwortlich. „Man muss Menschen mögen und verstehen, um ein guter Regisseur zu sein, die Künstlerinnen und Künstler müssen sich in ihrer Rolle wohlfühlen“, erklärt der ehemalige Stürzelberger und Zonser. Bei manchen Sendungen sei er der Spielleiter, bei manchen könne er sich aber auch „selbst verwirklichen“. Angemeer führte zudem Regie bei der Übertragung des Düsseldorfer Rosenmontagszuges. Dies sei der „reizvollste Job des ganzen Jahres“ und unglaublich anspruchsvoll, da die Bilder der vielen Kameras sowie die Kommentare der Moderatoren live koordiniert werden müssen. Aktuell arbeitet er an einem täglichen Fernsehformat mit Dr. Eckhard von Hirschhausen, das in Neuss produziert wird. Bastien Angemeer machte sein Abi zusammen mit Olaf Moll am Dormagener BvA. Heute lebt er mit seiner Familie auf Gut Scheidt in Mettmann und teilt mit Romy Allard die Liebe zu Pferden.

Übrigens: Der Termin für die nächste Tork-Show ist Freitag, 25. November. Der Vorverkauf ist gestartet.

Auf FB Teilen E-Mail Drucker Zurück