DORMAGO-Archiv
Suchergebnis
Positive Coronatests: Betroffenheit bei Säbelfechtern
19.03.2021 / 8:15 Uhr — Dormago / DFB
Nach der Rückreise vom ersten Weltcup des Weltverbandes FIE (Fédération International d´Escrime) seit einem Jahr hat es im deutschen Säbel-Team vereinzelt positive Corona-Fälle gegeben. Es wurden sofort umfassende Maßnahmen eingeleitet, die Gesundheitsämter informiert und weitere PCR-Tests angeordnet, erklärt der Deutsche Fechter-Bund (DFB). Alle Athleten sowie Betreuer des Weltcups wurden über die Situation informiert, ebenso die betreffenden Stützpunktleiter und Trainer. Sämtliche Athletinnen und Athleten haben sich unmittelbar nach Bekanntwerden vorsorglich in Selbstisolation begeben, bestätigt Dormagens Fechtkoordinator Olaf Kawald. An diesem Freitag und am Montag finden weitere PCR-Tests statt.„Mittlerweile sind uns vier Fälle bekannt, darunter zwei unmittelbar aus der Nationalmannschaft. Die positiven Testergebnisse stammen ausschließlich von Corona-Nachkontrollen in Deutschland“, sagt DFB-Sportdirektor Sven Ressel. „Es ist sicher anzunehmen, dass die Infektionen im Rahmen des Weltcups aufgetreten sind, da sämtliche Testresultate des deutschen Teams vor der Anreise, beim Check-In in Budapest und vor der Abreise negativ waren.“ Auch andere Nationen hatten bereits von Infektionen berichtet, die sowohl Athleten als auch Kampfrichter betrafen. Offenbar sind unter anderem Franzosen, Amerikaner und Japaner betroffen.
„Wir stehen permanent im Austausch mit unserer Medizinischen Kommission, dem Olympiastützpunkt Rheinland und der FIE. Die Teilnahmen unserer Sportler sind freiwillig und sie dürfen diese am Wettkampf auch vor Ort noch jederzeit verweigern. Zudem sind unsere Sportler angehalten, die Hygieneregeln der FIE zum Selbstschutz noch deutlich zu erweitern. Aufgrund der Erfahrungen aus Budapest sind Chatgruppen für die nachfolgenden OS-Qualifikationsturniere eingerichtet, um aktuelle Informationen zur Umsetzung von Hygienestandards zu erhalten und ggf. schnelle Entscheidungen treffen zu können“, betont Ressel.
Auf die Durchführung der Säbel-Masters B Series in Deutschland werden die positiven Fälle direkten Einfluss haben. Der Wettbewerb wird nicht wie geplant am 27./28. März in Bonn stattfinden, sondern aus Sicherheitsgründen verschoben werden müssen.
In einem Sportschau-Interview äußert sich Dormagens Säbelfechter Max Hartung über die Situation und hofft, dass er bei den weiteren Tests negativ bleibt. Seine beiden Teamkollegen, die positiv getestet wurden, weisen leichte Symptome auf und sind nach Aussage von Hartung eher sauer darüber, dass die intensiven Schutzmaßnahmen nicht ausgereicht haben. Es sehe so aus, dass die Ansteckung auf der Fechtbahn erfolgte. „Das macht Sorge mit Blick auf weitere Veranstaltungen.“ Trotz der Rückschläge hofft Dormagens Sportler des Jahres, dass „wir bei den Olympischen Spielen in Tokio antreten können.“ Es müsse allerdings Vertrauen in die Hygienekonzepte geschaffen werden.
