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Eine neue Heimat für Geflüchtete

01.08.2016 / 16:26 Uhr — Presseinfo / bs

Foto: Baugenossenschaft Dormagen eG Neues Zuhause für Geflüchtete
Neues Zuhause für Geflüchtete
Dormagen. Die Baugenossenschaft Dormagen eG vermietet seit Dezember 2014 leerstehende Wohnungen aus ihrem Bestand an die Stadt Dormagen, die u. a. für die Unterbringung der Flüchtlinge im Stadtgebiet zuständig ist. „Die Wohnungswirtschaft steht überall in Deutschland vor der Herausforderung, schnell und unbürokratisch geeigneten Wohnraum bereitzustellen“, erklärt Axel Tomahogh-Seeth, Vorstand der Baugenossenschaft. Aktuell würden 48 Wohnungen für geflüchtete Menschen bereitgestellt, das Kontingent soll aber weiter ausgebaut werden. Dabei achten die Verantwortlichen darauf, dass die Wohneinheiten möglichst über den gesamten Bestand verteilt sind. In der Regel handelt es sich um Drei-Zimmer-Wohnungen, in denen drei bis fünf Menschen untergebracht sind. Wohngemeinschaften sind nach Geschlechtern getrennt. „Wir prüfen neue Anfragen stets gewissenhaft“, erläutert Axel Tomahogh-Seeth. Ob und welche Wohnungen geeignet sind, würde in erster Linie nach qualitativen Kriterien entschieden. „Wir nehmen unsere soziale Verantwortung sehr ernst. Unser Ansatz ist es, geflüchtete Menschen dezentral unterzubringen und ihnen Kontakte zum gesellschaftlichen Umfeld zu ermöglichen.“

Mit dieser Strategie wurden bislang gute Erfahrungen gemacht. „Die Akzeptanz in den Nachbarschaften ist durchweg hoch“, so Vorstandsmitglied Martin Klemmer. „Wir ermutigen alle Seiten dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen.“ Zu nennenswerten Konflikten ist es bis jetzt nicht gekommen. Großen Anteil daran habe auch das Engagement des Internationalen Bundes (IB) als Kooperationspartner der Baugenossenschaft. Der Anbieter von Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit unterhält seit 2013 ein Integrationsbüro in Horrem. Teil des Angebotes ist die Beratung von geflüchteten Menschen, die in Wohnungen der Baugenossenschaft leben. Außerdem hat der IB das „Café Grenzenlos“ eingerichtet, das immer mittwochs geöffnet ist. Für die Baugenossenschaft bietet er auch allgemeine Nachbarschaftsberatungen an und betreibt gemeinsam mit ihr ein Quartiers-Café.

„Integration und soziale Unterstützung haben bei uns eine große Tradition“, unterstreicht Axel Tomahogh-Seeth. „Seit Jahrzehnten bieten wir Menschen verschiedenster Herkunft ein sicheres Zuhause, derzeit aus über 35 Nationen. Diese Erfahrung möchten wir nutzen, um auch in der aktuellen Situation vielen Geflüchteten helfen zu können.“

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