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17.09.2018/17:37 / Dormago

Dormagen. Eine Leistungsschau der Stadtverwaltung mitsamt Blicken in die Zukunft und die Präsentationen diverser Partner und Organisationen im Umfeld des Norbert Gymnasiums - keine Frage, die Premiere ist gelungen. Der 1. Dormagen-Tag lockte mehr als 1000 Menschen nach Knechtsteden, die eine informative und gleichermaßen unterhaltsame Veranstaltung miterlebten. Das Fazit von Bürgermeister Erik Lierenfeld nach vier Stunden Kurzweile fiel denn auch eindeutig aus: "Ich bin begeistert. Mit einem solchen Zuspruch habe ich nicht gerechnet."

Große Reden oder Begrüßungen waren bewusst nicht gewollt, die Besucher sollten sich umschauen, umhören und mitmachen bei diversen Angeboten. So konnte man live einen Crash mit Überschlag und schwieriger Befreiung erleben. Auch der Bremsschlitten löste nach dem plötzlichen Stopp bei einer Geschwindigkeit von lediglich 11 km/h ein mehr oder weniger großes Erschrecken aus. Tolle Ideen hatten die Rhein-Kreis Neuss Kliniken in Form von nicht alltäglichen Testmöglichkeiten mitgebracht: Vom Alterssimulationsanzug - bei dem man feststellen konnte, wie Seh-, Hör- und Tastsinn im Laufe der Jahre nachlassen - über die Hygienebox bis zum Navi-Gürtel. Und dass es im Kreiskrankenhaus Hackenbroich einen eigenen Patientenchor gibt, war vielen neu.

Ein vorab von der Stadtpressestelle produzierter Drohnenflug über Knechtsteden konnte mit einer Virtual Reality-Brille verfolgt werden. Möglich waren Fahrten mit Pedelec oder E-Autos. Und die digitale Klassentafel sorgte auch bei älteren Besuchern für großes Interesse: "So etwas hätte ich in meiner Schulzeit auch gerne gehabt", kommentierte Besucher Dieter Zimmer das "Klassenzimmer der Zukunft". Die Dormagener Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung wiederum wollte wissen, welche Stadtaufkleber am Besten ankommen. Aufgeklärt wurde über die Park-App, die ab Dezember funktioniert. Auf reges Interesse stieß die Fotobox, vor der Interessierte mit bereitgestellten Utensilien ihr Aussehen mehrfach veränderten und das Ergebnis mit nach Hause nehmen konnten. Eine Schlange bildete sich am speziellen Stand der Arbeiterwohlfahrt: Dort gab es gegen eine Spende schmackhafte Reibekuchen. Viele Stunden hatten AWO-Frauen zuvor den Teig zubereitet.

Die Kreisverwaltung war ebenfalls in Knechtsteden vertreten und stellte dort ihre digitalen Servicedienstleistungen und Apps zum Thema Straßenverkehrsamt und Heimfinder vor. Besucher konnten sich am Stand des Kreises auch zu anderen Angeboten des Kreises, wie der Familienkarte des Jugendamtes oder zu Freizeitangeboten wie dem Straberger See oder dem Kreismuseum Zons, informieren. Die Kreispolizei stellte Möglichkeiten der Einbruchprävention vor.

Der Dormagen-Tag zeigte noch viel mehr und dürfte nach diesem Auftakt eine Fortsetzung erfahren. Dann sollte der Bus-Shuttle auch richtig funktionieren. Am Dormagener Bahnhof gaben jedenfalls mehrere Fahrwillige nach langer Wartezeit die Hoffnung auf ein kostenloses Fahrzeug Richtung Knechtsteden auf.

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