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Heimatpreis: Top-Auszeichnung für Waldeck und „Rentnerband“

23.11.2022 / 12:44 Uhr — Presseinfo Stadt / duz

Foto: Sebastian Pototzki / Stadt Dormagen Alle Heimatpreisträger mit Laudatoren und Jury-Mitgliedern
Alle Heimatpreisträger mit Laudatoren und Jury-Mitgliedern
Dormagen. Viele Menschen und Vereine setzen sich in Dormagen für ihre Heimat ein - wie gestern Abend bei der Preisverleihung im Hackenbroicher Bürgerhaus auch bei der vierten Verleihung des Heimatpreises zu spüren war. „Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl – ein starkes Gefühl. Es ist der Ort, an dem wir uns geborgen und zu Hause fühlen“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Umso schöner ist es zu sehen, wie viele Menschen hier in Dormagen dazu beitragen, dass unsere Heimat besonders lebenswert ist.“ Neun Personen oder Vereine hatten sich beworben oder waren vorgeschlagen worden, eine Jury wählte die Preisträger aus. Das Land stellt für den Dormagener Heimatpreis 5000 Euro zur Verfügung, weitere 800 Euro spendete die evd energieversorgung dormagen für den Nachwuchsförderpreis.

Den ersten Preis teilen sich Jürgen Waldeck und die „Rentnerband Hackenbroich“, die jeweils 1250 Euro erhielten. Waldeck ist Mitbegründer und seit knapp 20 Jahren 1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins der Stadt Zons (HVV) und engagiert sich darüber hinaus auch im Denkmalförderverein. Zudem hat er gemeinsam mit dem Ehepaar Scholten den Matthäusmarkt jährlich organisiert und bekannt gemacht. Waldeck organisierte seit den 1980er-Jahren Ritterturniere und übernahm 1986 die Organisation der HVV-Theateraufführungen mit dem Rheinischen Landestheater, später Bläck-Fööss-Konzerte und Operettenabende.

Hinter der Rentnerband aus Hackenbroich stecken nicht etwa Musiker, sondern ein Zusammenschluss von 17 Rentnern, die ihre praktischen und beruflichen Erfahrungen bei zahlreichen Gelegenheiten in Hackenbroich und Hackhausen zur Verfügung stellen. So haben sie etwa bei der Einrichtung der neuen Kita St. Katharina unterstützt, in dem sie unter anderem die Holzinneneinrichtungen hergestellt haben. Auch wirkten sie bei der Herrichtung des zentralen Dorfplatzes sowie dem Bürgerhaus und dessen Umfeld tatkräftig mit.

Der zweite Preis (jeweils 750 Euro) ging jeweils an die Kirmesgesellschaft „Selde Blömche“ 1935 Ückerath und Wolfgang Dappen. „Selde Blömche“ gestaltet und führt die jährlichen Kirmesfeste durch und organisiert das Maibaumsetzen. Zudem sind die Mitglieder in der Ortsgestaltung sehr aktiv. Wolfgang Dappen, Mitglied der Kultur- und Heimatfreunde Zons, engagiert sich vielfältig ehrenamtlich für seinen Stadtteil durch seine handwerklichen Fähigkeiten. Unter anderem hat er die 18 Betonsockel für den neuen Stelenpfad gegossen, baut den Krippenstall für die „Lebende Krippe“ und kümmert sich um das Grab von Ehrenbürger Theo Blum. Zudem ist er in der Mundarttheatergruppe gleichermaßen für den Bühnenaufbau, für Ton und Licht zuständig.

Mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurden Dieter Waloschik vom Tambourcorps Eintracht 1920 Ückerath und Waldemar Weiß von der KG „rot-weiss" Ückerath für ihre Brauchtumspflege. Andreas und Stefan Buchartz erhielten für das Heimatprojekt „Hackenbroich, mehr als nur ein lebenswertes und nachhaltiges Zuhause“ den dritten Preis. Den bekam ebenfalls der Kleingartenverein Hackenbroich für die Aufarbeitung und Neugestaltung der Anlage. Alle vier Preisträger erhielten jeweils 250 Euro. Der Sonderpreis der evd für Jugendarbeit in der Heimatförderung in Höhe von 800 Euro ging an das Maikomitee aus Straberg – eine Initiative, die vor allem aus Jungschützen besteht, die die Maitradition in Straberg weiterführen und an die heutige Zeit angepasst haben.
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