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Jens Hentschel verfolgt das Spiel gegen Japan live vor Ort

23.11.2022 / 11:46 Uhr — Dormago / duz

Foto: privat Jens Hentschel ist ein leidenschaftlicher Fan des Fußball-Nationalteams
Jens Hentschel ist ein leidenschaftlicher Fan des Fußball-Nationalteams
Über Fußball als Sportart Nr. 1 wird derzeit weniger gesprochen. 12 Jahre nach der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaft an den reichen Wüstenstaat Katar geht es vor allem um die Kritik an Menschenrechtsverletzungen, die (erwartungsgemäß) vom Fußball-Weltverband FIFA nicht geduldet wird. So wird derzeit intensiver darüber diskutiert, ob Deutschlands Kapitän Manuel Neuer heute zum Auftaktspiel gegen Japan die „One Love“-Binde tragen sollte. Diese steht für Vielfalt, Offenheit und Toleranz und richtet sich gegen jede Form von Diskriminierung.

Vor Ort ist auch der Dormagener Jens Hentschel, der als sportbegeisterter Mensch seit vielen Jahren Veranstaltungen in der ganzen Welt besucht. So nahm er als Anhänger der deutschen Nationalmannschaft an den Fußball-Weltmeisterschaften zuletzt in Brasilien und Russland teil. Hentschel flog am Freitag mit zwei weiteren Dormagenern und den insgesamt 26 Personen, mit denen er üblicherweise reist - nicht nach Katar - sondern mit der Fluggesellschaft Gulf Air ins benachbarte Bahrain. Dort verbringt er auch seinen Aufenthalt, sieht sich nicht zuletzt die schöne Altstadt und das Nationalmuseum an. Und natürlich lässt er sich einen Blick aus der Skybar nicht entgehen.

„Ja, es ist meine Form des Protestes. Ich halte mich nur zu den beiden Spielen der deutschen Mannschaft gegen Japan und Spanien in Katar auf“, sagt der Versicherungskaufmann. Er nimmt dafür auch lange Reisen über rund 400 Kilometer auf sich: Von Bahrain aus geht es mit dem Bus zur Grenze und dann weiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die in Katar während der WM kostenlos mit der 24 Stunden Match Day Visit Hayya Card genutzt werden können. Die Karte musste beantragt werden und wurde vor Hentschels Abflug genehmigt.

Jens Hentschel setzt sich immer schon für Menschenrechte ein und spricht sich klar gegen Korruption aus: „Aber man kann doch jetzt nicht erwarten, dass man als einzelner Fan etwas erreichen kann. Das wäre ein Thema vor 12 Jahren anlässlich der WM-Vergabe gewesen. Oder der Fußball-Bund hätte jetzt erklärt, wir nehmen nicht teil. Dann wäre ich natürlich auch nicht in Katar.“ Nun aber wird gespielt - und dazu gehöre nun mal die Unterstützung der Mannschaft. Sein Dormagen-Banner hat der „Sportverrückte“ im Gepäck. Der Schriftzug musste zuvor beim Veranstalter angemeldet werden. Hentschel hofft jetzt, dass er heute den Stoff im Stadion platzieren kann.
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