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Biesenbach: Geheime Abstimmungen über drei Bürgeranträge

26.09.2022 / 17:00 Uhr — Dormago / duz

Ob Beobachter der Ratssitzung nachvollziehen können, warum das Thema Umbenennung des Gustav-Biesenbach-Platzes und der Biesenbachstraße in Stürzelberg in geheimer Abstimmung - wie von der SPD beantragt - entschieden werden musste, darf bezweifelt werden. Denn erklärtermaßen ging es um eine Gewissensentscheidung - und warum soll die nicht offen per Handheben ausgedrückt werden?

Diskussionen über die Straßenumbenennung existieren, seit die inzwischen verstorbene Regina Schwenke aus Berlin Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen und schon lange nicht mehr lebenden Stürzelberger Pfarrer Biesenbach erhoben hatte. Gab es vor einem Jahr angesichts der Einbringung der Bürgeranträge eine ernsthafte Diskussion im Stadtrat, so wurde nun verpasst, das Thema angemessen abzuschließen. Keine Frage, eine „richtige“ Entscheidung gibt es angesichts der dürftigen Quellenlage in der Sache wohl kaum. Aber genau das kann man den Bürgerantragstellern auch in einer offenen Abstimmung vermitteln. Dass einige Ratsmitglieder ihr späteres, geheimes Abstimmungsverhalten vorab öffentlich mitteilten, sorgte einerseits für Erheiterung, trug aber andererseits nicht zur Glaubwürdigkeit bei.

Nun stehen unkommentiert Ergebnisse im Raum, die ohnehin erwartet wurden. Straße und Platz tragen weiterhin den Namen Gustav Biesenbach. Dem Antrag des Stürzelbergers Franz Roggendorf wurde mit 25 Ja- und 14 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen entsprochen. Zuvor wurde der Antrag von Peter-Olaf Hoffmann, der eine Umbenennung in Hannelu-Manitz-Straße und -Platz beantragt hatte, abgelehnt (34 nein, 3 ja, 5 Enthaltungen). Knapper sah es bei der Forderung von Pfarrer Klaus Koltermann nach einer Umbenennung aus - er hatte sich dabei auf keinen alternativen Namen festgelegt, sprach sich aber gegen einen Klerikalen aus. Koltermanns Antrag erhielt 27-Nein und 14 Ja-Stimmen (1 Enthaltung).

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