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Fiese Betrügermasche - Erneut Warnung vor Schockanrufen

22.02.2021 / 12:37 Uhr —

Dormagen. Am Freitagmittag, 19. Februar, informierten Bankangestellte gegen 12.30 Uhr die Polizei, weil sie vermuteten, dass eine ihrer Kundinnen Opfer von Betrügern geworden war und auch weiterhin in deren Fokus stehe. Es zeigte sich sehr schnell, dass sie mit dieser Einschätzung leider richtig lagen.

Die Dormagenerin war gegen 10.30 Uhr von einem Unbekannten angerufen worden, der sich als Arzt ausgab und ihr mitteilte, ihr Sohn liege mit einer Corona-Infektion in einem Düsseldorfer Krankenhaus und benötige dringend ein amerikanisches Medikament. Dieses müsse sie aber bezahlen. Die Seniorin war in Sorge und übergab eine halbe Stunde später an der Friedenstraße in Dormagen-Horrem einen hohen Geldbetrag, weil sie ihrem vermeintlich schwer erkrankten Sohn helfen wollte.

Danach kontaktierte man sie erneut: Nun sei auch ihre Schwiegertochter erkrankt, es sei noch einmal die Zahlung einer hohen Summe nötig. Die Seniorin machte sich auf den Weg zu ihrer Bank, um das weitere benötigte Geld abzuheben. Die Mitarbeiter der Bank wurden jedoch zu recht misstrauisch und kontaktierten die Polizei. Es stellte sich heraus, dass die Geschichte des Unbekannten erfunden war, denn Sohn und Schwiegertochter ging es gut. Eine weitere Übergabe von Geld an die Betrüger wurde somit verhindert. Der Unbekannte, der gegen 11 Uhr das Geld in Empfang genommen hatte, soll etwa 30 Jahre alt gewesen sein und hatte dunkle Haare. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Steppjacke.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen. Wer den unbekannten Geldabholer an der Friedenstraße beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Nummer 02131 3000 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Rat der Polizei
"Das kann mir nicht passieren!" ist leicht gesagt. Es kann jeden treffen, denn die Betrüger gehen geschickt vor, überrumpeln ihre Opfer oder setzen sie gezielt unter Druck - mit unterschiedlichen Maschen. Eines ist ihnen jedoch gemein: das Opfer soll gar nicht dazu kommen, nachzudenken. Auch als Angehörige sollten Sie sich der Problematik bewusst werden. Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Schwiegereltern, Großeltern und anderen Senioren in der Verwandtschaft. Gerade in der derzeitigen Situation sind lebensältere Menschen noch öfter allein; rufen Sie sie regelmäßig an, sprechen Sie mit ihnen über diese Betrugsversuche am Telefon. Wenn Ihre Eltern wissen, dass sie bei solchen Anrufen Rücksprache mit ihren Verwandten halten sollten und diese selbst anrufen, ist schon viel gewonnen.

Generell gilt: Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie Opfer eines Betruges geworden sind, entweder über 02131-3000 oder über den Notruf 110.
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