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Starke Einzelbewerber verkleinern den Integrationsrat

15.09.2020 / 18:16 Uhr — Dormago / duz

Foto: Screen Das Ergebnis der Integrationsratswahlen
Das Ergebnis der Integrationsratswahlen
Dormagen. Lange Gesichter bei den Vertretern der "Liste der Einheit": 21 Frauen und Männer bildeten die Mannschaft des langjährigen Vorsitzenden des Integrationsrates Mehmet Güneysu. Doch nach der Auszählung der Wahl am Sonntag (vorläufiges Ergebnis) schaffte nur ein Quartett den Einzug in das Gremium: Neben Güneysu noch Memis Sari, Alaaddin Canti und Fatma Arikan. Die Liste der Einheit kommt auf 37,65 Prozent aller Stimmen. Und obwohl die übrigen Kandidat*innen zusammen über 60 Prozent holten, wurden nur noch drei weitere Mitglieder gewählt: Die Einzelbewerber Murat Top (27,23 Prozent) und Hayriye Yazici (21,11). Als Erster der Liste des Deutsch-Kurdischen Vereins in Dormagen (Rûken) gehört zudem Milad Rasheed dem Integrationsrat an; der Verein erhielt 14 Prozent.

Das Ungewöhnliche an der Wahl: Aufgrund des starken Abschneidens der beiden Einzelbewerber werden drei der eigentlich zehn Sitze nicht vergeben. Die Beiden haben zwar Stellvertreter angegeben. Die können aber nicht in den Integrationsrat einziehen, denn sie sind nicht vergleichbar mit Listenvertretern und würden nur in den Integrationsrat einziehen, wenn der Einzelbewerber ausscheidet. Das heißt: Die drei überzähligen Sitze verfallen. Eine andere Situation wäre sicher entstanden, wenn Interessierte aus anderen Einwohnergruppen kandidiert hätten. Doch die gab es offenbar nicht. Volker Lewerenz, Leiter des Fachbereichs Integration: "Ich habe sehr viele Gespräche geführt. Doch letztlich konnte ich niemanden mehr animieren." Was ja vielleicht auch ein gutes Zeichen im Sinne von erfolgter Integration sein kann.

Grundsätzlich wird der Integrationsrat aus den (zehn) gewählten Mitgliedern und fünf vom Stadtrat bestellten Ratsmitgliedern gebildet. Das Verhältnis würde sich nunmehr auf 7:5 ändern. Das ist immer noch zulässig, da die Zahl der gewählten Mitglieder lediglich größer sein muss als die der bestellten. Der Stadtrat könnte aber die Zahl der bestellten Mitglieder reduzieren. So oder so - die Wahl des oder der Vorsitzenden des künftigen Integrationsrates dürfte spannend werden.
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