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Lierenfeld bleibt Bürgermeister - Klarer Sieg für die SPD

14.09.2020 / 6:30 Uhr — Dormago / duz

Foto: Dormago / bs Erik Lierenfeld bleibt Bürgermeister, Andreas Behncke geht in die Stichwahl um das Amt des Landrates
Erik Lierenfeld bleibt Bürgermeister, Andreas Behncke geht in die Stichwahl um das Amt des Landrates
"Ich sage das selten, aber heute kann ich nicht anders: Wir erleben einen historischen Abend", stellte Bürgermeister Erik Lierenfeld im Restaurant Ragusa fest. Dort feierten die Sozialdemokraten ihren Wahlerfolg, mit dem in dieser Höhe kaum jemand gerechnet hatte. Seitdem der Bürgermeister direkt von den Einwohner*innen gewählt wird, hatte bislang kein Dormagener Amtsinhaber seinen Arbeitsplatz im Rathaus verteidigt. Lierenfeld hat es gegen den Landestrend geschafft - mit einem herausragenden Ergebnis: 17.222 der 27.356 Wähler*innen stimmten für den 33-Jährigen, in Prozenten: 63,73. Damit degradierte er die übrigen fünf Bewerber zu Mitmachenden: René Schneider von der CDU kam über 17,04 Prozent nicht hinaus. Auch die weiteren Kandidaten waren chancenlos: Tim Wallraff (Grüne, 7,95), Hans-Joachim Woitzik (Zentrum, 5,30), Karlheinz Meyer (FDP, 3,39) und Andreas Hauser (UWG/Freie Wähler, 2,61). Lierenfeld hatte noch am Abend zuvor gehofft, dass er mindestens eine Stimme mehr haben würde als 13.031 vor sechs Jahren. Nach der Auszählung waren es über 4000 mehr - bei einer Wahlbeteiligung von 52,89 Prozent gegenüber 49,69 im Jahre 2014. "Das Ergebnis ist ja besser als meins bei der Stichwahl 2004", gratulierte Ex-Bürgermeister Heinz Hilgers erfreut.

Der neue Rat wird deutlich von der SPD dominiert: Die Sozialdemokraten gewannen 18 der 22 Wahlkreise und verbuchten zudem ein Überhangmandat, über das sich der Stadtverbandsvorsitzende Carsten Müller besonders freute. Denn so zieht er als Neunter der Reserveliste auch noch in den Rat ein, der bis 2025 aus 46 (statt bisher 44) Frauen und Männern besteht. Der Bürgermeister wird sein gewonnenes Direktmandat abgeben - er kann in seiner Funktion als Verwaltungschef in nahezu allen Fragen mitstimmen. Für ihn rückt sein "Huckepack" Ruben Gnade erstmals in den Stadtrat. Die CDU verliert drei Mandate und hat nur noch 13 Ratsmitglieder. Die Grünen bilden mit sieben Mitgliedern (plus 4) die drittstärkste Fraktion. Das Zentrum ist trotz Stimmverlusten mit drei Männern im Stadtrat vertreten. Die FDP hat wie 2014 zwei Ratsmitglieder - verliert aber unter dem Strich ein Mitglied, da SPD-Mann Sräga zwischenzeitlich zur FDP übergewechselt war. "Ein Herz für Dormagen" muss sich aus dem Rat verabschieden. Jeweils ein Mitglied von AFD und UWG komplettieren die Dormagener Volksvertretung.

Eine Veränderung wird es bei der SPD mit Blick auf den Fraktonsvorsitz auf jeden Fall geben: Der bisherige Anführer Andreas Behncke war Spitzenkandidat der SPD im Rhein-Kreis Neuss und kann sich weiterhin Hoffnung auf den Landratsposten machen: Amtsinhaber Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) konnte die absolute Mehrheit nicht verteidigen und muss sich am 27. September der Stichwahl gegen Behncke stellen.

Der Rat der Stadt Dormagen besteht künftig aus folgenden Mitgliedern
SPD (19 Sitze)

Rotraud Leufgen, Thorsten Högemann, Erik Lierenfeld (Ruben Gnade), Jenny Gnade, Rainer Warstat, Michael Dries, Martin Voigt, Bernhard Schmitt, Katja Creutzmann, Dr. Heinz Unterberg, Sonja Kockartz-Müller, Carsten Müller, Willi Becker, Reinhard Pahl, Birgit Burdag, Karl-Josef Ellrich, Max Schreier, Joachim Fischer, Laurenz Tiegelkamp

CDU (13)
Johannes Deußen, Karl-Heinz Heinen, Hans Dieter Leuffen, Cordula Krücken, René Schneider, Kai Weber, Elke Wölm, Carola Westerheide, Thomas Sollik, Dr. Michael Conrad, Rüdiger Westerheide, Andrea Lenden, Anissa Saysay

Grüne (7)
Claudia Raidelet, Tim Wallraff, Martina Meirose, Jens Kollosche, Susanne Stephan-Gellrich, Martin Pehe, Nana Wallraff

Zentrum (3)
Hans-Joachim Woitzik, Thomas Freitag, Michael Kirbach

FDP (2)
Karlheinz Meyer, Gerd Sräga

AfD (1)
Marko Wiens

UWG / Freie Wähler (1)
Michaela Jonas

Nicht mehr im Rat vertreten: Die Linke, Piraten, Ein Herz für Dormagen
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