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Neubau Fechthalle: Kreis unterstützt Standort Knechtsteden

18.09.2019 / 15:54 Uhr — bs

Foto: Pexels - Pixabay
Wenn es nach dem Sportausschuss des Rhein-Kreises Neuss geht, soll der Neubau der Halle für den Bundesstützpunkt Fechten vorrangig am Standort Knechtsteden der NRW-Sportschule Dormagen geplant werden. Dafür haben sich die Mitglieder in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig ausgesprochen.

Gerne würden die Fechter an ihrem Standort auf dem Gelände des TSV Bayer Dormagen bleiben. Nach aktuellem Stand ist dort jedoch ein Neubau wegen der Nähe zum Chemie-Werk aus planungsrechtlichen Gründen („Seveso-III-Richtlinie“) unwahrscheinlich. Gedanken, die Fechthalle an der Sportschul-Standort Bertha-von-Suttner Gesamtschule anzusiedeln, sind noch nicht ganz vom Tisch, denn die Idee, an der Schule eine Sporthalle zu bauen, die sowohl für den Schulsport als auch für das Training der Fecht-Leistungssportler geeignet ist, hätte nach Meinung verschiedener Dormagener Politikerinnen und Politiker durchaus Potential. Für eine reine Fechthalle am Campus Knechtsteden spricht die mögliche 70- bis 80-prozentige Förderung durch das Land NRW und den Bund, während bei einer Mischhalle nur mit einem Zuschuss von 42 Prozent gerechnet werden kann. Da die alte Turnhalle an der Gesamtschule sowie das nebenliegende Gebäude mehr als „in die Jahre“ gekommen sind, wäre an dieser Stelle ein rechnerischer Vergleich von Nöten, welche Lösung langfristig für Dormagen günstiger käme. Unbeantwortet ist zudem noch die Frage, ob Dormagen als Bauherr angesichts der anstehenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen in der Lage wäre, die Halle bis 2024 fertigzustellen, um den Bundesleistungsstützpunkt weiterhin vor Ort halten zu können.

Die Standortfrage muss alsbald endgültig geklärt sein, denn die Fördermittelanträge müssen bis zum Sommer 2020 gestellt werden. Aus diesem Grund hat der Sportausschuss der Stadt in der vergangenen Woche zunächst beschlossen, dass er „den großen Bedarf des Bundesstützpunktes Fechten in Dormagen“ anerkennt. Er „begrüßt die Errichtung einer neues Fechterhalle in Dormagen“ und beauftragte die Verwaltung, „eine Klärung der Standortfrage herbeizuführen, die eine mindestens hälftige Beteiligung des Rhein-Kreises an den nicht förderungswürdigen Baukosten“ und die „Realisierung des Bauvorhabens sowie das Betreiben der fertigen Halle durch den Rhein-Kreis Neuss gewährleistet.“

Inzwischen kamen aber bereits deutliche Signale aus der Kreisverwaltung, dass mit einer finanziellen Beteiligung des Rhein-Kreises weder beim Bau einer reinen Fechthalle noch bei der Errichtung einer Mischhalle auf dem Gelände der Gesamtschule gerechnet werden dürfe.
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