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Auszeichnung für Maggy Steiner und Yogy Brockmeyer

16.05.2019 / 19:50 Uhr — Dormago

Foto: Dormago / duz Bürgermeister Erik Lierenfeld mit den Ausgezeichneten Maggy Steiner und Yogy Brockmeyer
Bürgermeister Erik Lierenfeld mit den Ausgezeichneten Maggy Steiner und Yogy Brockmeyer
Sie sind seit über 40 Jahren ein Team, da sollen sie auch gemeinsam geehrt werden. Bürgermeister Erik Lierenfeld würdigte heute das ehrenamtliche Engagement von Margret "Maggy" Steiner (80) mit der Goldenen Münze der Stadt. Jürgen "Yogy" Brockmeyer (bald 75) erhielt die Silberne Ehrennadel. Die Beiden zählten 1976 zu den Mitgründern des Fördervereins Jugend- & Sozialarbeit Straberg und kandidieren bei der Neuwahl in diesem Jahr nicht mehr für den Vorsitz und die Stellvertretung. Sie wollen Jüngeren Platz machen, Steiners Sohn steht schon in den Startlöchern.

Das erste Aufeinandertreffen verlief eher ungewöhnlich. Der Kommissar fahndete nach zwei jugendlichen Einbrechern, die in die Straberger Jugend-Disco geflohen waren. Türsteherin dort war die KJG-Leiterin Margret Steiner, die insbesondere auf die Anwesenheit des eingesetzten Schäferhundes erschrocken reagierte und Vorwürfe Richtung Brockmeyer bis hin zum Hausfriedensbruch schickte. Aus dem merkwürdigen Erstkontakt wurde schließlich die lange und intensive Freundschaft und der Einsatz für junge Leute: "Wir wollten Jugendliche von der Straße holen", erinnerte Margret Steiner, die auch 20 Jahre dem Rat der Stadt Dormagen angehörte. Neben Disco, Teestube, Grillhütte und `Stra-Bistro´ ist die Durchführung des Eis-Express eng mit dem Förderverein und Maggy Steiner verbunden.

Neben "Yogy" hatte Jürgen Brockmeyer weitere Spitznamen: In der Szene hieß er "Brocki" oder auch "Broken Joe", was er einmal bei einem Undercover-Einsatz in einer Dormagener Kneipe schwarz auf weiß lesen konnte. Sich einerseits für die Sicherheit stark zu machen, andererseits aber auch um die spezielle Klientel zu kümmern, hatte eine Ursache: Als blutjunger Polizist musste er 1962 einen Text lesen, der ihm gar nicht gefiel: Die Polizei hat die Aufgabe zu schützen, wer sitzt sündigt nicht. "Ein bekloppter Satz", sagte Brockmeyer heute, "denn wer in den Knast geht, kommt auch immer wieder raus. Dann ist man chemisch gereinigt."

Mit anderen Worten: Ohne Unterstützung besteht die Gefahr, dass der ehemalige ´Knacki` wieder straffällig wird. "Das musste ich ändern", begründet Brockmeyer seine "Vorbeugearbeit". Auch heute noch hilft er jungen Menschen beim Verstehen von manchem "Bürokratiewahnsinn", gibt Drogenpräventionsseminare oder betreut Obdachlose. "Dabei ist er auch für die Verwaltung nicht immer bequem. Aber genau das ist wichtig, um eine andere Sicht der Dinge zu erhalten", urteilte der Bürgermeister. Für ihn war das "Rückspulen in eine Zeit, in der ich noch gar nicht geboren war", von besonderer Bedeutung: Lierenfeld hatte sich extra den ganz neuen blauen Stadtschlips mit einem dezenten d!-Logo umgebunden.
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