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„Eiskalter Würfel“: Neue Kältezentrale im Chempark

05.11.18, 15:18 Uhr / Currenta / bs
Fotoquelle: Currenta

Currenta-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz in der neuen Kältezentrale
Currenta-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz in der neuen Kältezentrale / Fotoquelle: Currenta

Die neue Kältezentrale sorgt dafür, dass die Bayer-Pflanzenschutzbetriebe nicht heiß laufen. Über die Rohrbrücken fließt das Kältemittel in die verschiedenen Produktionsanlagen des Chempark
Dormagen. 400 Tonnen Stahl, 900 Meter Rohrleitungen und 9.000 Meter Kabel – das sind die Eckdaten des eiskalten Würfels, der dafür sorgt, dass die Pflanzenschutzbetriebe von Bayer nicht heiß laufen. Mit 6,6 Megawatt Kälteleistung hat die neue Currenta-Kältezentrale im Westteil des Werks ihren Betrieb aufgenommen. Sie ist quasi eins von nun drei Herzen, die die Prozesskälte über das Medium Ammoniak durch die „Adern des Chempark“, die Rohrbrücken, in die einzelnen Produktionsanlagen pumpen. Zum Vergleich: Der Kühlschrank zu Hause leistet etwa 600 Watt Kälte, also ein Zehntausendstel der neuen Kältezentrale. Die bildet aufgrund ihres hohen Einzelinvestments das größte Teilprojekt im sogenannten CUBE-Programm, das damit abgeschlossen wurde. Das Kürzel steht für „Currenta unterstützt Bayer-Erweiterung“. Unter dieser Überschrift hat der Chempark-Betreiber insgesamt rund 50 Millionen Euro in seine Ver- und Entsorgungsinfrastruktur investiert.

Dem Wachstum am Standort und dem steigenden Bedarf unserer Kunden, zuvorderst der Bayer-Division Crop Science, tragen wir mit der neuen Kältezentrale Rechnung. Und mit Blick in die Zukunft haben wir erweiterungsfähig geplant: Es ist noch Platz für einen dritte Verdichtereinheit und neben dem Gebäude noch einmal für zwei weitere“, erklärt Currenta-Projektleiter Dr. Holger Gedanitz. „Denn Kälte ist für die Chemieindustrie ebenso wichtig wie Strom, Dampf oder Wasser – sei es, um die Abwärme von Reaktionsprozessen abzuführen oder um eine stabile niedrige Temperatur in Logistikbereichen zu gewährleisten“, so der Ingenieur.

In der Anlage wird das Ammoniak auf einen Druck von 14 Bar verdichtet und verflüssigt. Von hier aus wird das Kältemittel in die Betriebe gepumpt, wo es entspannt wird. Dort wird es unter Wärmeaufnahme gasförmig und steht so verscheiden Anwendungen als Kältelieferant zur Verfügung. Das gesamte Kältenetz im Dormagener Werk erstreckt sich auf eine Länge von rund 20 Kilometer.

„Eine moderne Infrastruktur und eine ständig verfügbare Ver- und Entsorgung sind für die Produktion von Crop Science extrem wichtig“, bestätigt Dr. Norbert Lui, Leiter des Bayer- Standorts im Chempark Dormagen. „Wir betreiben ein saisonales Geschäft, und wenn der Kunde unsere Produkte ordert, müssen wir just-in-time liefern können. Die neue Kälteanlage nach modernstem Industriestandard ist dafür eine elementare Voraussetzung.“

Das CUBE-Projekt ist beispielhaft für die Aufgaben des Chempark-Managers und -Betreibers. „In den vergangenen viereinhalb Jahren haben wir systematisch unsere Ver- und Entsorgungsinfrastruktur ausgebaut, um das Wachstum der Pflanzenschutz-Division von Bayer am Standort Dormagen zu begleiten“, erläutert Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken. „Das tun wir, damit die Betriebe hier am Standort auch in Zukunft exzellente Bedingungen für ihre Produktion vorfinden und wir so im internationalen Wettbewerb der Standorte unsere Akzente setzen“, so der Currenta-Chef. „CUBE“ betrifft insgesamt die Bereiche Betriebs- und Abwasser, Energie, Kälte sowie Entsorgung.
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