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Dormagen: Lokale Sportnachrichten

Grand Prix: Silber für Hemmer und Mertens

05.06.2017 / 13:46 Uhr — AC Ückerath

Foto: duz Laura Mertens im Finalkampf gegen Michelle Fazzari aus Kanada
Laura Mertens im Finalkampf gegen Michelle Fazzari aus Kanada Nina Hemmer und Jessica MacDonald lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe
Nina Hemmer und Jessica MacDonald lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe
Dormagen. Die heimischen Ringerinnen erzielten hervorragende Ergebnisse in einem Weltklasse-Feld, schwere Verletzungen blieben aus und die Organisation klappte prima - alles Gründe für den AC Ückerath, ein positives Fazit des 14. Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland und 20. Hans-von-Zons-Turnieres zu ziehen. "Unsere etwa 70 kleinen und großen Helferinnen und Helfer haben über drei Tage hinweg Herausragendes geleistet", betont Detlev Zenk, Vorsitzender des AC Ückerath. Auch Karol Lebkowski, der polnische Delegierte des Ringer-Weltverbandes United World Wrestling, war voll des Lobes: "Die Veranstaltung auf hohem sportlichen Niveau war eine großartige Werbung für das Frauenringen."

Seit der ersten Ausrichtung des Grand Prix wartet der AC Ückerath auf den Erfolg einer Athletin des Vereins. Wie schon im letzten Jahr mit Jessica Blaszka und Laura Mertens waren diesmal erneut mit Nina Hemmer und Mertens zwei ACÜ-Top-Ringerinnen in die Finalkämpfe der Gewichtsklassen bis 53 und 58 Kilogramm eingezogen. Auch wenn sich die favorisierten Kanadierinnen in diesen Vergleichen durchsetzten, so forderten die Deutschen Ex-Weltmeisterin Jessica MacDonald und die aktuelle panamerikanische Meisterin Michelle Fazzari über die vollen sechs Minuten. Vor allem Hemmer machte es spannend und kam 40 Sekunden vor Schluss mit einer Vier-Punkte-Wertung ganz nah an MacDonald heran. Sieben Monate nach der Geburt ihrer Tochter war die Kanadierin aber wieder in sehr guter Verfassung, verteidigte ihren knappen Vorsprung und feierte mit 14:11 den dritten Grand Prix-Sieg in Dormagen. In den drei Kämpfen zuvor gewann Nina Hemmer souverän gegen Emma Brobeck (Schweden, technische Überlegenheit), Katsiaryna Pichkouskaya (Weißrussland, Schultersieg) und Hilary Honorine (Frankreich, TÜ).

Laura Mertens ging gegen Michelle Fazzari sogar in Führung, doch die Kanadierin schaffte noch vor der 30-Sekunden-Pause das 2:1 und nutzte danach ihre körperliche Überlegenheit, um sich auf 6:1 abzusetzen. Trotz der letztlich 2:8-Niederlage konnte Mertens mehr als zufrieden sein. Denn sie zeigte gegen die Grand Prix-Siegerin von Paris eine starke Leistung. Im Viertel- und Halbfinale hatte die EM-Dritte gegen die Norwegerin Ronja Buro (Schultersieg) und die Polin Jowita Wrzesien (TÜ) klar gewonnen. Für den Bundesstützpunkt Dormagen waren zweimal Silber noch nicht alles: Aline Focken (KSV Krefeld, 75 kg) konnte sich zwar nicht wieder in die Siegerliste (im letzten Jahr in der Gewichtsklasse bis 69kg) eintragen, lieferte der Kanadierin Justina Di Stasio aber einen Finalkampf auf Augenhöhe und verlor unglücklich 4:5. Bronze gab es für Viviane Herda (KSV Witten, 63kg), die sich gegen die Rumänin Kriszta Ince behauptete.

Zwei weitere Siegerinnen des Grand Prix kommen mit Braxton Stone (63kg) und Olivia Di Bacco (69kg) aus Kanada. Sie setzten sich gegen die Schwedinnen Henna Johansson und Moa Nygren durch. Ganz oben auf dem Treppchen stand zudem die Französin Mathilde Riviere (55kg), die den Kampf gegen die deutsche Junioren-Europameisterin Elena Brugger mit 7:1 für sich entschied. Die Olympia-Dritte Marwa Amri aus Tunesien (60kg) ließ der Schwedin Therese Persson keine Chance, beendete den Kampf vorzeitig mit 10:0-Punkten und ist damit die erste Grand Prix-Gewinnerin aus Afrika. Alina Vuc (Rumänin, 48kg) schulterte Jade Parson bereits nach 83 Sekunden und war damit nicht nur die schnellste Gewinnerin sondern erhielt auch als insgesamt Punktbeste den Ehrenpreis des Bundesinnenministers. Die Schwedin Ida Jönsson nahm den Ehrenpreis der Landesregierung NRW als erfolgreichste Kadettin entgegen. In der Nationenwertung lag Russland aufgrund der sieben Siege bei den Kadettinnen vorne vor Deutschland und den ebenfalls mit vielen Kadettinnen angereisten Kasachen.
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